Schwabenleder Macon Tech-Air auf der INTERMOT

Lederzweiteiler mit Airbag

Auf der INTERMOT haben wir uns den seriennahen Prototypen des ersten Airbag-Zweiteilers von Schwabenleder angeschaut.

Schwabenleder bringt einen Airbag-Lederzweiteiler auf den Markt. Jacke und Hose werden auf Maß aus Känguru-Leder gefertigt, Alpinestars steuert die Tech-Air-Weste bei. Kostenpunkt: 4.000 Euro.

Günstig geht anders. Der Preis für den Schwabenleder-Zweiteiler mit Airbag unterscheidet sich nicht von dem des Einteilers: 4.000 Euro. Känguru-Leder hat seinen Preis – es ist leichter und dünner als Rindsleder, bei gleichwertigen Reibungswerten. Und natürlich ist die Kombi maßgeschneidert, bei Schwabenleder in Winterbach, Deutschland. Maß genommen wird übrigens auf dem Motorrad und auf die Verarbeitung gibt es drei Jahre Garantie.

Extralanger Rückenprotektor trotz Airbag

Auf der INTERMOT haben wir uns den seriennahen Prototypen des Airbag-Zweiteilers angeschaut. Julia Hämmer, Maßschneiderin bei Schwabenleder, zum neuen Kombi: „Der Schnitt ist natürlich komplett neu und dem Airbag angepasst.“ Gut zu erkennen an den Lederstretcheinsätzen unter den Armen, die bis hinten in den Rückenbereich reichen sowie der Vorformung für den Hartschalenprotektor von Alpinestars, der in die Airbagweste integriert ist.

So wird die Weste eingesetzt

Schwabenleder bringt einen Airbag-Lederzweiteiler auf den Markt. Jacke und Hose werden auf Maß aus Känguru-Leder gefertigt, Alpinestars steuert die Tech-Air-Weste bei. Kostenpunkt: 4.000 Euro.

Trotzdem müssen Fahrer nicht auf den bei Schwabenleder üblichen extralangen Rückenprotektor verzichten. „Nur weil da ein Airbag drin ist, lassen wir keinen Protektor weg. Der Rückenprotektor ist – wie auch beim Einteiler – von uns bis zum Steißbein verlängert“, so Julia Hämmer. Die Protektoren sind aus Schaum mit extrem hohem Raumgewicht. Sie werden mit der Außenhaut, also dem Leder vernäht. Im Gegensatz zum Renn-Einteiler bekommt der Zweiteiler aber einen für den Landstraßeneinsatz passenderen kleinen Höcker.

Aufgefrischtes Schwabenleder-Logo

Noch ein neues Detail am Prototypen, das zwar nicht sicherheitsrelevant, aber dennoch erwähnenswert ist:  das überarbeitete Logo. „TC“, bisher leicht schräg gestellt, wird gerade gerückt. „TC“ steht übrigens für „Technischer Komfort“. Julia und Dennis Hämmer, die beiden Kinder von Schwabenleder-Gründer Claus Hämmer, führen das Unternehmen seit dem Tod ihres Vaters weiter nach der Devise „Wir ändern erst etwas, wenn wir etwas Besseres bieten können“. Und die Auffrischung steht dem Emblem gut.

Wer in der nächsten Saison im Airbag-Zweiteiler rumfahren möchte – oder in einem anderen Maßanzug von Schwabenleder – kann erstens den Winter über schon mal sparen und sich zweitens auf eine Wartezeit von circa drei Monaten einstellen. Bestellt werden kann der Maßanzug ab November.

Airbag-Zweiteiler von Alpinestars und Dainese

Schwabenleder ist aber nicht der einzige Hersteller auf dem Markt, der erkannt hat, das Airbag-Lederkombis nicht nur was für Rennstreckenpiloten, sondern als Zweiteiler vor allem auch für Landstraßenfahrer interessant sind. Auf der INTERMOT präsentierten Alpinestars und Dainese ebenfalls zweiteilige Lederkombis mit Airbag. Dainese bringt zwei Lederjacken: die Racing 3 D-Air und die Racing 3 Lady D-Air – jeweils in drei Farbvarianten. Alpinestars beschränkt sich auf eine Herrenkombi in zwei Farbausführungen. Alle drei Hersteller binden eine LED-Anzeige im linken Ärmel ein, die über den Betriebszustand des Airbags informiert. Preise für die Rindsleder-Airbagkombis von Dainese und Alpinestars wurden noch nicht kommuniziert.

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