Interview (Archivversion)

Interview

Mario Scandellari, 57, ist der vierte Guzzi-Geschäftsführer in den letzten vier Jahren

Wie geht es weiter mit Guzzi?Wir wollen und müssen uns auf unsere Traditionen besinnen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die V11: endlich mal wieder eine Guzzi, die auf den ersten Blick als solche erkennbar ist.Die V11 ist ein Sportler; Guzzi hat aber in den letzten Jahren vor allem Custom-Bikes verkauft. Wo wollen Sie mit dem Image hin?Wir sind der Meinung, daß die meisten potentiellen Käufer eher sportliche Motorräder von Guzzi erwarten. Und da wollen wir hin. Derzeit macht die California über 60 Prozent unseres Absatzes aus, doch das Custom-Segment sollte bei 30 Prozent liegen.Heißt das, Guzzi erneuert die komplette Produktpalette?Das werden wir tun, aber ganz allmählich.Sind auf der Messe in Mailand schon erste Neuheiten zu sehen?Voraussichtlich nicht. Guzzi hat in den letzten Jahren viel zu oft Neuheiten präsentiert, die entweder sehr viel später oder gar nicht in Serie gingen. Das möchten wir nicht mehr tun. Wir wollen uns vielmehr so präsentieren, wie wir sind, und in aller Offenheit über unsere Pläne reden.Wie steht es um den wassergekühlten 75-Grad-Zweizylinder?Wir entwickeln weiter daran, aber mit gebremstem Schaum. Dafür kümmern wir uns verstärkt um unseren bisherigen luftgekühlten V2. Der Motor gefällt ja nach wie vor, wir müssen allerdings an den Geräusch- und Abgaswerten arbeiten.Es gibt Gerüchte, Ducati sei an einer Übernahme von Guzzi interessiert. Was ist da dran?Ducati mag interessiert sein, aber Guzzi steht nicht zum Verkauf.
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