TOURENTIP MÜRITZ (Archivversion)

Janz weit draußen

Viele Staßen und Wege rund um die Müritz sind unbefestigt und sandig, doch es braucht nicht gleich eine Enduro, um ins »Kleine Meer« abzutauchen.

Wer sein Motorrad auf einem Sandweg am Ufer des Sees entlangrollen lässt, dabei über kleine Sandstrände und durchs sattgrüne Schilf dem Treiben der Segel- und Motorboote zuschaut, der versteht den slawischen Namen Müritz. Der bedeutet nämlich »Kleines Meer«. Und man hat schon den Eindruck, sich gut 100 Kilometer weiter nördlich an der Ostsee zu befinden.Aus Berlin oder Hamburg kommend, ist die Müritz schnell erreicht. Doch für den See mit seinem ausgedehnten Nationalpark am Ostufer und die umliegenden Gewässer sollte man sich etwas mehr Zeit lassen, will man die kleinen Straßen und Feldwege ausgiebig erkunden. Für Wasserratten gibt es hier eh kein Halten mehr: Schwimmen, paddeln, rudern, surfen, segeln - alles kann und darf man. Bequemere Menschen schippern mit einem Ausflugsboot über den See und genießen den Ausblick von weit draußen.Die beiden größten Orte an der Müritz sind Waren im Norden und Röbel im Süden. Waren liegt auf einer Landzunge zwischen Tiefwarensee, Feisnecksee und Müritz. Ein Besuch der Altstadt, des Alten Hafens und der Seepromenaden der Stadtinsel lohnen nicht nur wegen des großen Restaurant- Cafés und der vielen Kneipen. Auch der Fachwerkspeicher im Hafen, die alten Häuser rund um den Markt oder das Müritz-Museum laden zum Verweilen ein. Im kleineren Röbel sind ebenfalls Altstadt, Hafen und die Müritzpromenade beliebte Anlaufpunkte. Und es lohnt sich, den Turm der 700 Jahre alte Kirche St. Marien, auf einer Anhöhe in der Altstadt und in unmittelbarer Seenähe gelegen, zu erklimmen. Der Blick über die Stadt, ihr grünes Umland und das Westufer der Müritz entschädigt fürs Treppensteigen. Für reichlich Abwechslung ist nicht nur in den Pausen, sondern auch beim Fahren gesorgt. Ein weit verzweigtes Netz aus Feld-, Schotter-, Platten- oder Sandwegen, teils auch alten Alleen führt am Westufer in so malerische Dörfer wie Klink oder Sietow. Und auch am Ostufer mit dem angrenzenden wild-romantischen Müritz-Nationalpark kann man sich herrlich treiben lassen. Zwar dürfen viele Wege im Naturschutzgebiet nur von Einheimischen befahren werden, aber es bleiben noch genügend freie und interessante Strecken entlang der bewaldeten Ufer und durch den dichten Specker Wald.
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