Isle of Man TT 2018 Rennen

Hickman gewinnt Senior TT mit absolutem Rundenrekord

Peter Hickman gewinnt Senior TT

Peter Hickman ist der erste Fahrer, der den Mountain Circuit auf der Isle of Man mit einem Schnitt von über 135 Meilen pro Stunde bezwungen hat. Er gewann am Freitag das Hauptrennen der Senior TT.

BMW-Pilot Peter Hickman hat die Senior TT gewonnen. Am Freitag sah er nach 1:43:08,065 Stunden und sechs Runden das Ziel des prestigeträchtigsten Rennens auf der Isle of Man knapp vor Dean Harrison auf Kawasaki. Manx-Man Conor Cummins rundete das Podest als Dritter auf Honda ab.

Es war ein erbarmungsloser Fight zwischen Harrison und Hickman um den Sieg, der auch erst auf der letzten Runde entschieden wurde. Konstant wurden Zeiten unter 17 Minuten gefahren, die gehören mittlerweile zum guten Ton der TT.

Auf der letzten Runde aber zündete Hickman richtig den Turbo: Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,452 Meilen pro Stunde umrundete er die Piste in 16:42,778 Minuten und ist damit der absolut schnellste Mann der Insel Man. Dies brachte ihm um rund zwei Sekunden den Sieg.

BMW-Pilot Michael Dunlop verpasste als Vierter das Podest knapp, blieb vor der Norton mit Joshua Brookes. Gary Johnson (Kawasaki) wurde Sechster.

Ian Lougher brachte die 500ccm-Zweitakt-Suter auf dem 20. Rang ins Ziel.

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Birchalls gewinnen zweites Seitenwagen-Rennen

Die Brüder Ben und Tom Birchall haben dasd zweite Rennen der Sidecars bei der TT gewonnen. Sie setzten sich gegen John Holden / Lee Cain durch, die zunächst die Führungsarbeit übernommen hatten.

Rang drei ging an Tim Reeves mit Mark Wilkens. Der Deutsche Mike Roscher landete mit Shaun Park auf dem 15. Platz.

Harrison feiert ersten TT-Sieg im Supersport-Rennen

Dean Harrison hat im zweiten Supersport-Rennen seinen ersten TT-Sieg gefeiert. Der Kawasaki-Pilot setzte sich um fast 20 Sekunden gegen die Triumph von Peter Hickman und weitere elf Sekunden gegen Markenkollege James Hillier durch. Die beiden Honda-Piloten Conor Cummins und Michael Dunlop rundeten die Top-Fünf ab.

Harrison war sofort „on fire“ und schnappte sich die Führung, hatte aber bis Rennhalbzeit und zum ersten Boxenstopp vor allem ein Auge auf Michael Dunlop zu haben. Der allerdings wurde mit einer 30-Sekunden-Strafe belegt, da er in der Boxengasse zu schnell war – damit war Micky-D aus dem Rennen um den Sieg.

Der Österreicher Julian Trummer holte den 28. Platz.

Montags-Siege für Hickman und Dunlop

Der Renn-Montag auf der Isle of Man sah Michael Dunlop im Supersport-Rennen seinen 17. TT-Sieg abstauben, in der Superstock-Klasse feierte Peter Hickman seinen ersten TT-Sieg.

Superstock: Peter Hickman mit erstem TT-Sieg

Peter Hickman hat die Superstock-TT am Montag, 04. Juni 2018, auf der Isle of Man gewonnen. Es ist der erste TT-Sieg des Briten.

Es war ein unglaublich enges Rennen zwischen Peter Hickman, Michael Dunlop und Dean Harrison, bei dem sich am Ende Hickman auf der BMW S 1000 RR durchsetzte. Er siegte mit 4,2 Sekunden Vorsprung auf Markenkollege Dunlop, Harrison verlor weitere 9,1 Sekunden und wurde Dritter.

Hickman fuhr dabei in diesem Rennen zwei Runden mit einem Schnitt von über 134 Meilen pro Stunde und reihte sich in die Garde derjenigen ein, die den über 60-Kilometer langen Mountain Circuit in unter 17 Minuten bezwingen konnten. Die anderen beiden – Dunlop und Harrison – taten dies in diesem Rennen auch wieder, allerdings hatten sie gegen Hickman kein Rezept.

Hickman fuhr auf der letzten Runde einen Schnitt von 134,403 Meilen pro Stunde, was eine Zeit von 16:50,601 Minuten bedeutete. Damit verpasste er den absoluten Rundenrekord nur knapp, stelle aber eine neue Spitzenzeit für die Superstock-Klasse auf.

Davo Johnson verpasste als Vierter das Podest um rund 1:12 Minuten. James Hillier, Michael Rutter und Martin Jessop belegten die Ränge fünf bis sieben.

Dunlop gewinnt Supersport-Rennen

Michael Dunlop hat mit seinem Sieg im ersten Supersport-Rennen auf der Isle of Man seinen 17. TT-Sieg gefeiert.

Michael Dunlop hat am Montag (04. Juni 2018) seinen 17. TT-Sieg gefeiert. Nur zwei Tage nach seinem Triumph im Superbike-Rennen, stand er nun auch in der Supersport-Klasse ganz oben auf dem Podest. Dunlop unterbot dabei den bestehenden Rundenrekord dieser Klasse – den er zuvor selbst aufgestellt hatte – und wurde nun zum ersten Fahrer, der mit einer 600er-Maschine auf dem Mountain Circuit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 129 Meilen pro Stunde fahren konnte.

Der Kampf um Rang zwei blieb bis ins Ziel spannend, doch hier war es Dean Harrison, der 10,2 Sekunden hinter Dunlop das bessere Ende für sich verbuchen konnte. Er blieb aber eben auch nur 0,258 Sekunden vor Peter Hickman auf Triumph. James Hillier verpasste als Vierter um weitere 1,8 Sekunden das Podest denkbar knapp. Conor Cummins machte das Podest rund.

Newcomer Adam Lyon stirbt auf Runde 3

Der 26-jährige TT-Newcomer Adam Lyon aus Helensburgh in Schottland stürzte auf der dritten von vier Runden zur Supersport-TT am Montag schwer. Sein Unfalls passierte kurz hinter der 28-Meilen-Marke bei Casey’s. Dabei verletzte sich Lyon so schwer, dass er verstarb.

Lyon fuhr dieses Jahr seine erste TT und hatte sich in einem Schnitt von 122,261 Meilen als 24. für das Rennen qualifiziert. Dort konnte er sich auf der ersten Runde noch auf 122,261 Meilen steigern.

Ein weiterer Sieg für die Dunlop-Dynastie auf der Isle of Man: Michael Dunlop hat am Samstag, dem 02. Juni 2018, die Superbike-TT souverän vor Conor Cummins gewonnen. Damit feierte der BMW-Pilot seinen 16. Triumph bei der Tourist Trophy. Er gewann vor Conor Cummins auf Padgetts Honda und James Hillier auf Quattro-Plant-Kawasaki.

Dean Harrison war zunächst der Mann, der die Schlagzeilen bestimmte: Aus dem Stand fuhr er auf der ersten Runde einen absoluten Rundenrekord in 134,432Meilen pro Stunde – was eine Zeit von 16:50,384 Minuten bedeutete. Harrison baute seine Führung bis zum ersten Boxenstopp aus, dann kam Dunlop näher.

Die zweite Runde sah die einzigen beiden Piloten, die in der Geschichte seit 1907 den Mountain Course als Einzige unter 17 Minuten bezwungen haben, genau das wieder tun: Harrison legte mit 134,1 und damit 16:52 nach, Dunlop fuhr 133,5 und 16:57. Die dritte Runde kamen beide auf einen Schnitt von 126-Plusw, allerdings beinhaltete diese auch die Boxenstopp-Zeit von über 50 Sekunden.

Schließlich musste Harrison seine Kawasaki aber auf der vierten Runde abstellen und dem Rest des Rennens über zuschauen.

Auf der letzten Runde ging Cummins bei Ramsey auf der Straße wieder an Dunlop vorbei, denn der hatte genug Vorsprung. Im gemischten Doppel aus BMW und Honda fuhren die beiden über den Zielstrich. Dunlop verpasste den absoluten Rennrekord für die Superbikes nur um etwas unter einer Sekunde. Sein Schnitt für sechs Runden – inklusive zweier Boxenstopps – lag am Ende bei 130,324 Meilen pro Stunde. Er brauchte für diese Distanz eine Zeit von 1:44,13,398 Stunden. Hinter Dunlop und Cummins rundete James Hillier auf der Kawasaki das Podest ab.

Rang fünf ging an David „Davo“ Johnson, vor seinem BMW-Markenkollegen Michael Rutter. Lee Johnston (Honda), Martin Jessopp (BMW), Ivan Lintin (Kawasaki), Philip Crowe (BMW) und Joshua Brookes (Norton) rundeten die Top Ten ab.

Auf den Rängen elf und zwölf holten die beiden BMW-Piloten Sam West und Jamie Coward ebenfalls jeweils eine Silber-Replika. Coward fuhr für das Team Penz13.com und klassierte sich noch vor Shaun Anderson auf Suzuki und seinem Teamkollegen Derek Sheils. Der Dritte im Penz-Bunde, der ehemalige Grand-Prix-Pilot Danny Webb, wurde 21.

Von  65 gestarteten Piloten, sahen 38 das Ziel.

Seitenwagen: Birchall-Brüder siegen

Bei den Sidecars kam es auf der ersten Runde bereits zum Abbruch. Nach einem Unfall bei Sky Hill wurde das Rennen gestoppt. Ersten Informationen zu Folge, waren sowohl Beifahrer, als auch Fahrer ansprechbar und bei Bewusstsein und wurden in Nobles-Hospital geflogen.

Der Neustart erfolgte dann am späten Abend über die volle Distanz von drei Runden. Dabei gingen die Brüder Tom und Ben Birchall als Sieger hervor. Auf dem Weg zu ihrem Sieg unterboten sie den Rundenrekord zwei Mal und fuhren einen neuen Renn-Gesamt-Rekord. Sie gewannen vor John Holden / Lee Cain und Tim Reeves mit Mark Wilkes. 

Der Deutsche Mike Roscher wurde mit Co-Pilot Shaun Parker 13. Michael Grabmüller aus Österreich kam mit Sebastien Lavorel auf Rang 17 ins Ziel.

Traurig: Waren es im Vorjahr noch fast 70 Seitenwagen, waren dieses Jahr nur deren 36 am Start und nur 25 im Ziel.

Donnerstags-Training mit viel Arbeit, Mercer operiert

Peter Hickman lieferte am Donnerstag in 1:32,806 Meilen im Durchschnitt die Tagesbestzeit der Superbikes ab. Der BMW-Pilot brauchte damit 17:02,757 Minuten für den Mountain Circuit. Er blieb damit bei den großen Bikes knapp vor Manxman Conor Cummins und dem 15-fachen TT-Sieger Michael Dunlop. Dean Harrison war ein weiterer Fahrer, der einen Schnitt von über 130 Meilen fuhr. Hickman fuhr derweil auch die schnellste Superstock-Zeit des Abends. In der Supersport-Klasse war weiter Michael Dunlop das Maß der Dinge, er brauchte auf seiner 600er Honda 18:04,840 Minuten. Bei den Lightweights fuhr Ivan LKintin in 18:59,579 Minuten eine Bestzeit unter der 19er-Marke.

Bei den Seitenwagen sind derzeit John Holden/Lee Cain die Schnellsten, gefolgt vom Brüderpaar Ben und Tom Birchall. Seitenwagen-Rekord-Sieger Dave Molyneux landete mit Daniel Sayle auf Trainingsrang fünf. Mike Roscher hatte derweil ein Problem und kam nach 47 Minuten zurück an die Box.

Safety-Car-Vorfall in Klärung

Nachdem Dan Kneen im Training vom Mittwoch seinen tödlichen Unfall gehabt hatte, wurde die Session mit roter Flagge abgebrochen. Danach kam es zu einem weiteren Vorfall, der im Fahrerlager nicht nur für Bestürzung, sondern auch Wut und Zorn sorgt. Keiner kann so richtig fassen, was da passiert ist. Dabei war Steve Mercer mit dem Safety-Car frontal zusammen gekracht, einige andere Piloten konnten gerade noch ausweichen. Mercers Zustand wird derzeit als kritisch, aber stabil beschrieben. Er kämpft im Krankenhaus von Liverpool um sein Leben.

Was war passiert? Beim Zeigen der roten Flagge – was erst in den letzten Jahren öfter vorgekommen ist, vor 2010 gab es das genau ein Mal in der seit 1907 andauernden Geschichte der TT -  müssen die Fahrer sofort anhalten und dürfen langsam bis zum nächsten Marshall-Point fahren, um dort die Strecke zu verlassen. Wenn es die Situation verlangt, werden die Piloten dann mit einem Travelling-Marshall, der ebenfalls auf einem Motorrad sitzt, langsam zurück ins Fahrerlager geführt. Dabei gilt die Regel: Wer an der Stelle, die die rote Flagge verlangte, schon vorbei ist, wird mit der Fahrtrichtung zurückgeführt. Die anderen, die diese Stelle auf dem über 60-Kilometer langen Mountain Circuit noch nicht erreicht haben, werden entgegengesetzt der Fahrtrichtung zum Grandstand in Douglas zurück gebracht.

Am Mittwoch kam es dann aber zu einer Reihe von Missverständnissen, als Marshalls die Piloten, die Chruchtown und damit die Unfallstelle Kneens noch nicht erreicht hatten, ohne Führungsfahrzeug zum Fahrerlager zurück schickten. Mehr oder minder Zeitgleich startete das Course-Car – oder auch Saftey Car – auf der Glencrutchery-Road an den Boxen in Richtung Unfallstelle – mit der Fahrtrichtung. Dann passierte bei Ballacrye das Horror-Szenario. „Wir waren vielleicht mit 60/80 Meilen unterwegs – das Course Car kam aber mit 140 Vollspeed auf uns zu“, verriet ein Pilot MOTORRADonline. Und das an einer Bergkuppe wie Ballacrye. Steve Mercer hatte keine Chance und krachte frontal in den Autowagen. Andere Piloten konnten knapp ausweichen oder touchierten das Safety-Car noch. Die Unfallstelle und Rennstrecke blieb noch bis in die späten Nachtstunden gesperrt, auch die Untersuchungen dauern noch an. Ein Szenario, wie es nie hätte passieren dürfen.

Erste Operationen bei Mercer erfolgt

Mercer selbst trug schwerste Verletzungen davon, wurde zunächst per Helikopter ins Nobles Hospital auf der Insel gebracht und schließlich nach Liverpool verlegt, wo ein Ärzte-Spezialteam um den sympathischen Engländer kämpft.

Am Donnerstagmorgen ist Mercer an seinen Verletzungen an Becken und Beinen operiert worden. Wie Carlonie Mercer, seine Frau, sagt, ist die Operation „für diesen Zeitpunkt so gut es ging verlaufen.“ Aber die Litanei an Verletzungen ist noch länger. „Da ist ein gebrochenes Fußgelenk und eine gebrochene Ferse dabei, der T12 Rückenwirbel ist gebrochen, außerdem hat er sich den Kehlkopf gebrochen und das Genick hat auch Schaden genommen. Daher kann er derzeit nur künstlich beatmet werden.“ Außerdem bekomme er starke Beruhigungsmittel, damit „es ihm besser geht, während er sich erholt.“

Im Fahrerlager ist man immer noch fassungslos, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte. Eine offizielle Stellungnahme oder ein Ergebnis der Untersuchungen stehen noch aus.

Foto: Toni Boerner

Dan Kneen verunglückt im Training

Dan Kneen ist am Mittwoch, den 30. Mai 2018, im Training zur Isle of Man Tourist Tophy „TT 2018“ tödlich verunglückt. Der Tyco-BMW-Pilot verlor in Churchtown auf seiner ersten Runde der Session die Kontrolle über seine BMW und erlag seinen Verletzungen noch am Unfallort. Kneen aus Onchan auf der Isle of Man wurde 30 Jahre alt. Seit 2008 fuhr er auf dem Mountain Course im Manx Grand Prix.

Letztes Jahr holte Kneen im Team des Deutschen Ex-Road-Racers Rico Penzkofer im Superstock-Rennen sein erstes TT-Podest und wurde Dritter. In jenem Rennen hatte er in 130,347 Meilen Pro Stunde im Schnitt seinen persönlichen, offiziellen Rekord gefahren.

Am Dienstag dieser Woche hatte Kneen in 132,258 Meilen seine persönliche – wenn auch inoffizielle, da im Training gefahren – Bestzeit geholt. Damit hatte er die über 60 Kilometer Straßenkurs in 17:06,994 Minuten zurückgelegt. Noch vor dem Start zum heutigen Trainingstag scherzte er: „Ich habe den 131er-Schritt einfach einmal weg gelassen.“

Kneen war eine Frohnatur und ein begnadeter Arbeiter. Ständig machte er sich Notizen und sah in die Daten, studierte jede Bodenwelle der Strecke. Er wollte unbedingt als Manx-Man ganz oben auf das Podest der Isle of Man TT. Dieses Rennen hat Kneen heute für immer verloren. Die Gedanken sind in dieser Zeit bei seiner Partnerin Leanne, seiner Familie, Freunden, dem Team und allen, denen Dan nahestand.

Harrison mit Rekord im zweiten Training

Bereits im zweiten Training zur Isle of Man TT 2018 ist am Dienstag (29.5.2018) – wenn auch inoffiziell – der Rundenrekord gebrochen worden. Dean Harrison prügelte seine Silicone Engineering Kawasaki in 16:57,729 Minuten um den über 60 Kilometer langen Mountain-Circuit, was einen Rundenschnitt von 133,462 Meilen pro Stunde bedeutete. Harrison wurde damit zum zweiten Piloten überhaupt, der es auf der Insel auf eine Zeit unter 17 Minuten schaffte. Zuvor war das nur Michael Dunlop gelungen, der am Dienstag im Superbike-Training mit 132,319 Meilen knapp daran scheiterte.

Die Top-Vier des Superbike Trainings fuhren am Dienstag allesamt Schnitte von mehr als 132 Meilen. Hinter Harrison und Dunlop klassierte sich Dan Kneen. Der Manxman, der letztes Jahr noch auf der Penz-BMW in der Superstock-TT sein erstes Isle-of-Man-Podest gefeiert hatte, kam auf einen Schnitt von 132,258 Meilen und war damit nur eine halbe Sekunde langsamer als Dunlop. Es war Kneens bisherige absolute Bestzeit bei seinem Heimrennen. Peter Hickmann blieb eine knappe Sekunde dahinter auf Platz vier der Superbike-Wertung.

Mit Conor Cummins auf der Padgetts-Honda kam ein weiterer Manxman in die Top-Fünf des Dienstagabends, allerdings verpasste er den Einzug in den 130er-Meilen-Bereich knapp. Mit Michael Rutter, David Johnson, James Hillier, Joshua Brookes und Philip Crowe waren die Top-Ten geschrieben – mit insgesamt sechs BMW S 1000 RR unter den besten Zehn. Die Piloten von Rico Penzkofer im Team Penz13.com waren ebenfalls gut unterwegs. Derek Sheils landete auf zwölf direkt vor seinem Teamkollegen Jamie Coward. Danny Webb holte Platz 26.

Michael Dunlop Schnellster bei den Supersportlern

Ian Hutchinson fuhr zum 15. Trainingsrang und ist bereits wieder im Bereich von 127.038 Meilen angekommen. 

Ian Lougher prügelte die Suter MMX500 Zweitakter in etwas über 121 Meilen um die Insel und holte damit Platz 36 – von insgesamt 67 Piloten in der Superbike-Klasse. 

In der Superstock-TT ist weiter Peter Hickman auf BMW der Schnellste, landete bei einem Schnitt von 130,619 Meilen pro Stunde. Harrison ist dort Zweiter und hat ebenfalls die 130 geknackt. Dan Kneen, Lee Johnston und Conor Cummins bilden hier den Rest der Top-Five. 

Bei den Supersportlern ist Michael Dunlop mit 125,206 Meilen pro Stunde der Schnellste, gefolgt von James Hillier, Ivan Lintin, Joshua Brookes und Lee Johnston. Der Österreicher Julian Trummer fuhr einen Schnitt von 119,543 Meilen und landete damit in 18:56,225 Minuten auf dem 20. Rang. 

Lintin ist bislang auch der Schnellste in der SuperTwin-Klasse, gefolgt vom Italiener Stefano Bonetti und Adam McLean. Trummer ist Elfter, Maria Costello ist 36.

Haftstrafe und Einreiseverbot für einen Zuschauer

Am Montag hatte bei der TT auf der Isle of Man ein 67-Jähriger die bereits geschlossene Straße der Rennstrecke betreten. Haft!

Derzeit finden auf der Isle of Man die Rennen zur Tourist Trophy „TT“ statt, diese Woche die Qualifyings. Die über 60 Kilometer lange Piste sind normale Straßen, die für die Renn- und Trainingsabschnitte gesperrt werden. Dabei ist es oberste Regel, dass die Straßen nach Sperrung nicht mehr betreten werden dürfen. Am Montag widersetzte sich der 67-jährige James William Ford aus Bingley in Yorkshire, England, diesem Gesetz. 


Die Folge ist, dass Ford nun für vier Wochen auf der Insel im Gefängnis sitzt. Doch damit nicht genug. Nach Absitzen seiner Strafe erhält er ein fünfjähriges Einreiseverbot auf die Isle of Man. Wir groß sein Verbrechen ist zeigt, dass die Isle of Man Police Name, Alter und Wohnort des bereits als schuldig Verurteilten Ford offen kommuniziert.

„Plötzlich auf einen Fußgänger zu treffen, der da auf der Straße lang spaziert, hätte katastrohpale Folgen – nicht nur für die Person, die sich illegaler Weise auf der geschlossenen Straße aufhält und den Fahrer, der hinzu kommt, sondern auch für die anderen Zuschauer“, sagte Sergeant Andrew Reed.

TT 2018: Das erste Qualifying

Das erste Qualifying zur Isle of Man TT 2018 für alle großen Klassen konnte am Montagabend (28.5.2018) erst verspätet starten. Nachdem die Straßen geschlossen waren, betrat bei Crosby ein Zuschauer die Strecke, was ein schwerer Rechtsverstoß ist. Die Polizei musste anrücken, um diese Straftat aufzunehmen.

Als es dann mit rund 20 Minuten Verspätung endlich los ging, nutzten die Stars die perfekten Bedingungen: Conor Cummins, Dean Harrison, Michael Dunlop, Gary Johnson – sie alle blieben im ersten Sektor der ersten Runde gleich unter dem bisherigen Rekord für das erste TT-Training, dieser stand bei Dunlops 4:28 von vor zwei Jahren.

1. Training mit 130.232-Meilen-Schnitt

Dean Harrison drückte auf seiner ersten Runde – aus stehendem Start wohlgemerkt – im ersten Training der 1000er zur Isle of Man TT 2018 gleich einmal einen Schnitt von 130.232 Meilen, was eine Zeit von 17:22,970 Minuten bedeutete. Insgesamt vier Fahrer blieben auf der ersten Runde über 128 Meilen: Harrison, Dunlop, Cummins und Hickman.

Harrison, Cummins, Dan Kneen und Peter Hickman marschierten an Glencrutchery Road auch gleich „straight“ durch und hängten eine zweite Runde an. Auch Dunlop wollte gleich durchstarten, musste dann aber mit einem technischen Defekt auf den normalen, offenen Straßen zurück ins Fahrerlager steuern.

William Dunlop zieht Start bei TT 2018 zurück

Nach seinem Sturz und schon der vorzeitigen Abmeldung bei der NorthWest200, hat William Dunlop nach den ersten beiden Trainingsabenden auch für die TT den Stecker gezogen. Offiziell hat er sich „aus persönlichen Gründen“ abgemeldet und tritt vorzeitig die Heimreise an.

„Das ist eine sehr schwere Entscheidung und eine, die mir nicht leicht gefallen ist“, sagte William Dunlop, Bruder von Michael. „Ich kann mich nur bei meinem Team und allen unseren Sponsoren entschuldigen, aber ich glaube, dass Weitermachen die falsche Entscheidung wäre und nicht das bringen und zeigen würde, was ich und das Team können. Ich fühle mich dem Team gegenüber jetzt schon als Verräter, aber sie haben mir jederzeit mega beigestanden. Ich reise nach Hause und nehme mir eine Auszeit. Danach treffe ich eine Entscheidung, wann ich wieder fahren werde.“

Harrison legte auf Runde 2 nach

Harrison, der 2014 in der Lightweight seinen ersten TT-Sieg gefeiert hatte und bislang sieben weitere Male auf dem Isle-of-Man-Podest stand, machte gleich klar, dass mit ihm nun auch in den großen Klassen zu rechnen ist. Der Sohn von Conrad Harrison, der bei den Seitenwagen ebenfalls einen TT-Sieg und neun Podeste holte, ist gerade einmal 29 Jahre alt, fährt aber schon seit 2011 die Tourist Trophy.

Auf seiner zweiten Runde drückte er im ersten Qualifying einen Schnitt von 131,376 Meilen pro Stunde – und damit eine Zeit von 17:13,886 Minuten. Auch die dritte Runde fuhr Harrison in über 131 Meilen.

Mit durchschnittlich 130,219 Meilen fuhr Peter Hickman in der Superstock-Klasse in 17:23,073 Minuten die Bestzeit des Abends.

Cummins mit 300 km/h an seiner alten Schule vorbei

Conor Cummins, der als einer der wenigen Rennfahrer der Welt behaupten kann, auf normalen Straßen mit über 300 km/h legal an seiner ehemaligen Schule in Ramsey vorbei fahren zu dürfen, legte auf seiner zweiten Runde, die er mit der Superstock-Honda fuhr, eine Durchschnittsgeschwindigkei 129,584 Meilen nach und holte damit Rang zwei des Abends. Auf der dritten Runde rollte Cummins in Ballacraine aus und bat sein Team, ihn einzusammeln. 

Schnellster der „Exoten“ war Josh Brookes auf der Norton SG6, mit der er auf seiner ersten Runde einen Schnitt von 125,667 Meilen fuhr. Auf der ditten Runde rollte er auf Sulby Bridge aus und ließ sich von seinem Team zurück ins Fahrerlager holen. 

Auch Fans der Zweitakter kommen wieder auf ihre Kosten: Ian Lougher ist mit der Suter MMX500 wieder am Start. Am ersten Abend drehte er drei Runden und kam auf eine Bestzeit von 18:42,092 Minuten (121,048 Meilen). 

Foto: Saiger/Doug Cornes
Horst Saiger kann 2018 nur zuschauen.
Horst Saiger kann 2018 nur zuschauen.

Saiger 2018 nur TT-Zuschauer

Alle Augen richteten sich auch auf Ian Hutchinson. Der 16-fache TT-Sieger hatte sich letztes Jahr im Senior-Rennen bei einem Sturz in den Bergen sein „schlimmes Bein“ erneut gebrochen, an dem er seit Ende 2010 laboriert. Vor wenigen Wochen ist der externe Fixateur erst wieder abgekommen, Hutchinson nahm an der NorthWest 200 Teil – blieb aber hinter seiner gewohnten Form. Seine erste Runde auf der Honda Fireblade SP2 drehte er bei der Isle of Man TT 2018 in 124,558 Meilen, was eine Zeit von 18:10,478 Minuten bedeutete. Hutchy steigerte sich am Abend noch auf 125,843 Meilen, noch wichtiger dürfte für ihn aber gewesen sein, dass er drei Runden schaffte. 

Im Team Penz13.com von Rico Penzkofer – nach wie vor der schnellste Deutsche bei der Isle of Man TT – sind dieses Jahr drei Fahrer am Start: Derek Sheils, Jamie Coward und Danny Webb. Ex-Grand-Prix-Pilot Danny Webb startete mit einer 122,278 in die Woche.

Nach einem Sturz beim Test für den Endurance-Langstrecken-WM-Lauf in der Slowakei brach sich der Österreicher Horst Saiger die Hand. Darum ist er dieses Jahr bei der Isle of Man TT 2018 zum Zuschauen verdonnert.

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