Ducati Desmosedici (Archivversion)

70 Prozent neu

Zum allerersten Mal erlaubt Ducati einen Blick auf den Motor der MotoGP-Rennmaschine: Der Vierzylinder, bislang stets streng unter der Verkleidung verborgen,
bekam zur Saison 2004 einen neuen Brennraum, neue Kolben, eine komplett überarbeitete Kurbelwelle – alles mit dem Ziel, Reibungsverluste zu vermindern. Insgesamt bleibt es aber bei der Ducati-typischen 90-Grad-V-Form und bei der erprobten desmodromischen Ventilsteuerung, die den Antrieb im Grand-Prix-Zirkus einzigartig macht. Über 230 PS bei 16500/min gibt Ducati an, gut zehn mehr als im letzten Jahr. Wobei die D16GP4, wie das Motorrad offiziell heißt, vorige Saison keineswegs unter Potenzmangel litt: Sie schaffte auf der Zielgeraden von Mugello 332,4 km/h und hält damit den Topspeed-Rekord unter allen Rennmaschinen. Die beiden Werksfahrer Loris Capirossi und Troy Bayliss landeten 2003 in der WM-Schlussabrechnung auf dem vierten und dem sechsten Rang, dazu gelang Capirossi in Catalunya ein Sieg – eine beachtliche Bilanz für Ducati im ersten
MotoGP-Jahr. 2004 soll nach Möglichkeit noch erfolgreicher werden: Mehr als 70 Prozent aller Teile an der Desmosedici sind neu. Eine große Hintergrundgeschichte über die Technik der Ducati folgt im nächsten Heft.
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