Ducati V4 R auf der EICMA

SBK-WM-konforme 998 cm³, aber 221 PS

Ab 2019 mischt Ducati mit der Panigale V4 in der Superbike-WM mit.Das Reglement schreibt einen maximal 1000 cm³ großen Hubraum vor.Die Standard-V4 liegt da mit ihrem 1.103 cm³ großen V4-Motor drüber.Die Carbon-Flügel sind von der Rennsportabteilung Ducati Corse konzipiert.
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Ab 2019 mischt Ducati mit der Panigale V4 in der Superbike-WM mit. Damit der Vierzylinder auch ins Reglement passt, musste er unter anderem auf maximal 1.000 cm³ zurechtgestutzt werden. Auf der EICMA 2018 präsentiert Ducati die neue R-Version.

Die aktuelle Ducati V4 Panigale setzt auf einen 1.103 cm³ großen V4-Motor – zu viel für einen Einsatz in der Superbike-WM, wo das Reglement maximal einen vollen Liter erlaubt. Entsprechend setzt Ducati auf eine alte Tradition und bringt auch von der neuen V4 Panigale eine R-Variante, die speziell als Homologationsmodell für die Superbike-WM ausgelegt ist. Weltpremiere feierte die Ducati V4 R im Vorfeld der EICMA 2018.

Ab 2019 mischt Ducati mit der Panigale V4 in der Superbike-WM mit. Damit der Vierzylinder auch ins Reglement passt, musste er unter anderem auf maximal 1.000 cm³ zurechtgestutzt werden. Auf der EICMA 2018 präsentiert Ducati die neue R-Version.

998 cm³-Motor und Flügelelemente

Die Hubraumreduzierung errreichte Ducati über einen auf 84,4 mm verkürzten Hub, die Bohrung blieb mit 81 mm unverändert. In der Panigale V4 R kommt der Desomosedici-Vierzylinder so mit 998 cm³ Hubraum zum Einsatz, dessen Drehzahllimit 2.250/min über dem der Standard-V4 liegt, die ihr Leistungslimit bei 13.000/min erreicht. Bei der V4 R sind es 221 PS Leistung bei 15.250/min, das maximale Drehmoment von 112 Nm liegt bei 11.500/min an. Der 90-Grad-V4 der R setzt auf leichtere Komponenten: Die bei der R verwendeten Titan-Pleuel sind beispielsweise jeweils um 100 Gramm leichter als die der Stahl-Pleuel der V4, die Kurbelwelle ist um 1.100 Gramm leichter. Die Aluminium-Kolben tragen nur noch einen Kompressionsring. Mit dem werkseitig angebotenen Rennkit inklusive Akrapovic-Auspuff soll die Leistung gar auf 234 PS bei 15.500 Touren steigen.

Foto: Ducati
Die Carbon-Flügel sollen noch effizienter sein als die, die damals an der MotoGP-Maschine verwendet wurden, als es das Reglement noch erlaubte.
Die Carbon-Flügel sollen noch effizienter sein als die, die damals an der MotoGP-Maschine verwendet wurden, als es das Reglement noch erlaubte.

Das Aerodynamik-Paket wurde von der Rennsportabteilung Ducati Corse für die MotoGP-Werksrenner entwickelt und von der Ducati-Motorradabteilung für die V4 R adaptiert – zu erkennen an den Carbon-Flügelelementen der Frontverkleidung und den Kiemen-artigen Öffnungen an den Seiten, die beim auf der Rennstrecke stärker belasteten Motor für zusätzliche Kühlung sorgen sollen. Auch der Windschild der R fällt etwas anders aus, er ist höher und in einem flacheren Winkel angebracht
Von Öhlins kommt das für die Rennstrecke geeignete, mechanisch voll einstellbare Fahrwerk: Die NPX 25/30-Gabel und das TTX36-Federbein. Der Anlenkpunkt der Aluminium-Schwinge im Rahmen ist in vier Höhen einstellbar, mit jeweils zwei Millimetern Unterschied. Der Hauptrahmen der Ducati V4 R wurde nochmals steifer ausgelegt. Der Tank der R-wird aus Aluminium geformt und zeigt sich offen vor dem Fahrer. Rollen wird die Ducati Panigale V4 R auf komplett schwarzen Marchesini-Rädern aus Aluminium.

Foto: Michael Pfeiffer
PS-Chef Uwe Seitz ist von der V4 R begeistert.
PS-Chef Uwe Seitz ist von der V4 R begeistert.

Ducati Panigale V4 R ab 39.900 Euro

In Sachen Elektronik kann die Ducati Panigale V4 R folgendes auflisten: Bosch-Kurven-ABS, Wheelie- und Traktionskontrolle, Slide Control, Power Launch, Quickshifter (hoch und runter) sowie Motorbrems-Kontrolle. Als Fahrmodi stehen Race, Sport und Street zur Verfügung.

Im Cockpit informiert das 5-Zoll TFT-Display der Standard-V4. Zusätzlich kommt die R mit einem Pit Limiter, der das Race Bike auf Knopfdruck für die Boxengasse drosselt sowie einem umfangreicheren Lap Timer.

Der Grundpreis für die V4 R liegt bei 39.900 Euro. (Das SBK-Reglement legt 40.000 Euro als Höchstpreis für ein Homologationsmodell fest). Eine Limitierung gibt es nicht. Erstmals zu sehen sein wird die neue Ducati Panigale V4 R auf der EICMA in Mailand. Zu den Händlern rollt sie ab Februar 2019.

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