Edel-Chopper (Archivversion)

80 Riesen

Chopper kommt von »to chop« - zerhacken, hauen, spalten. Die Pioniere dieser Motorradspezies befreiten ihre Böcke von allem Krimskrams, wollten Moped pur: Motor - möglichst V-zylindrig, Rahmen - am liebsten starr, Lenker - vor allem breit. Aus der Protestbewegung wurde im Lauf der Jahre eine Mode, die inzwischen jeder große Hersteller bedient. Wer sich mit dem 08/15-Easy Rider-Feeling nicht begnügen möchte, kann sich bei den kleinen Motorradmanufakturen eindecken. Die lassen sich ihre Handarbeit zwar gut bezahlen, liefern zum Motorrad aber noch eine eigene Philosophie dazu. So wollte Lutz Schelhorn von Southern Performance in Backnang (Telefon 07191/88081) mit seiner Silver Viper dem Formprinzip des Vs huldigen und außerdem zeigen, was mit Blech so alles möglich ist. Ums 75 Pferde starke Herz der Maschine, dessen Volumen auf 1450 cm³ aufgepumpt wurde, kümmerten sich die Harley-Tuning-Profis von Red Neck Cycles. Ganz anders geartet ist dagegen die Welt- oder besser Motorradanschauung der Harley-Spezialisten von Monza & J.J. aus Waiblingen (Telefon 07152/52288): Sie tendiert ins brillant Verspielte - mit Indianerkopf auf dem Tank und folkloristischem Zierband an den Zylindern. Weil beide Spezialisten nur Teile vom Allerfeinsten an ihre Chopper lassen, muß der potentielle Kunde tief in die Tasche greifen. Unter 80 Riesen läuft in dieser Kategorie nichts.
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