Elektro-Motorrad Mankame EP-1

E-Bike-Projekt mit 500 km Reichweite

Bislang existiert die EP-1 allerdings nur als Computersimulation, alle Werte basieren auf Rechenexempeln.
Das indische Start-Up Mankame Motors arbeitet an einem Elektromotorrad, das es auf eine rekordverdächtige Reichweite von 500 Kilometern bringen soll. Bislang existiert die EP-1 allerdings nur als Computersimulation, alle Werte basieren auf Rechenexempeln.Angeboten werden soll die EP-1 ab 2022. Drei Versionen sind geplant.Die Mankame EP-1 setzt auf eine extreme Aerodynamik um effizient zu sein. Die Optik ist dabei nachrangig.
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Das indische Start-Up Mankame Motors arbeitet an einem Elektro-Motorrad, das es auf eine rekordverdächtige Reichweite von 500 Kilometern bringen soll.

Das Killerkriterium für Elektro-Motorrad ist immer noch die stark eingeschränkte Reichweite mit einer Akkuladung. Ein Licht am Ende des Reichweitentunnels könnte jetzt in Indien entzündet werden. Zumindest proklamiert das Start-Up-Unternehmen  Mankame für sein Projektbike EP-1 eine Reichweite von 500 Kilometern. Die stellt sich allerdings nur ein, wenn man einen sauberen 70 km/h-Schnitt fährt. Und wer die volle Rekuperation nutzt, soll sogar bis zu 550 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen können.

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Aerodynamik soll's möglich machen

Möglich machen sollen dies flüssigkeitsgekühlte Hochleistungsbatterien von Samsung mit einer Kapazität von 18,4 kWh, die lediglich 65 Kilogramm auf die Waage bringen. Deren Spitzenleistung soll bei 414 kW liegen, werden aber in der Praxis auf 230 kW beschränkt.

Die Motorleistung des EP-1 soll bei 40 kW (Spitzenleistung: 55 kW) liegen, das maximale Drehmoment wird mit 180 Nm angegeben. Damit sollen bis zu 251 km/h Höchstgeschwindigkeit drin sein. Das Geheimnis hinter dieser Vmax und nur 55 kW Spitzenleistung soll die Aerodynamik der EP-1 sein. Selbst mit Fahrer soll die EP-1 extrem windschlüpfig sein.

Verzögert wird die EP-1 am Vorderrad von einer 320er Brembo-Doppelscheibenbremsanlage, hinten kommt eine 245er Scheibe zum Einsatz. Mit an Bord ist zudem ABS und eine Traktionskontrolle. Der Antrieb des Hinterrads erfolgt über einen Zahnriemen.

Foto: Mankame
Von der Mankame sollen 3 Versionen angeboten werden.
Von der Mankame sollen 3 Versionen angeboten werden.

Bislang nur eine Simulation

Und wo ist der Haken am indischen Konzept? Bislang existiert die EP-1 nur als Computersimulation, alle Werte basieren auf Rechenbeispielen. Jetzt versucht Mankame via Crowdfunding Kapital für die Umsetzung ihrer Idee einzusammeln.

Sollte die Mankame EP-1 tatsächlich Realität werden - die Entwickler rechnen mit einem Marktstart im Jahr 2022 - dann soll sie in drei Versionen angeboten werden: Die Basiskonfiguration sieht einen 16-kW-Motor und eine 12,15 kWh große Batterie vor und soll rund 11.300 Dollar kosten. Damit sind 320 km Reichweite und maximal 120 km/h drin.

Variante zwei setzt auf einen 20-kW-Motor und eine 15 kWh große Batterie. Die Reichweite steigt auf 400 km, die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h und der Preis auf 14.000 Dollar.

Das oben beschriebene 40-kW-Top-Modell soll ab 17.350 Dollar zu haben sein.

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