Excelsior-Henderson (Archivversion)

Super X

Von der Leichtigkeit, mit der in den USA neue Unternehmen aus dem scheinbaren Nichts erwachsen, können deutsche Firmengründer nur träumen. Excelsior-Henderson heißt eine neue Motorradmarke mit altem Namen, dem zwei Brüder aus dem US-Staat Minnesota eine neue Bedeutung geben wollen. David und Daniel Hanlon gründeten 1993 die Excelsior-Henderson Motorcycle Manufacturing Company in Bell Plains und sammelten bei 300 privaten Anlegern 60 Millionen Dollar ein, gaben nach dem Bau der Produktionsstätte Aktien für 60 Millionen Dollar aus und erwirkten vom Staat Minnesota eine Bürgschaft über weitere sieben Millionen Dollar. Inzwischen haben die Hanlons den Cruiser Super X serienreif entwickeln lassen. Für die Produktion, die diesen Herbst zunächst mit 45 Mitarbeitern aufgenommen werden soll, gewannen sie den renommierten Produktionsingenieur Allan Hurt, der das neue Triumph-Werk aufbaute. Die Super X zielt mit ihrem 1386 cm³ großen V2 auf den lukrativen Cruiser-Markt der USA, den Harley mit 47 Prozent des Gesamtmarkts dominiert. Die Hanlons sehen mittelfristig Absatzchancen für 20000 Maschinen pro Jahr in den Vereinigten Staaten, während der europäische Markt für die neue Firma erst einmal zweitrangig sein dürfte.
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