Fullhouse Garage Indian Super Scout

Oldie-Optik trifft Turbopower

Die Super Scout soll die Optik der 1920er Jahre mit moderner Technik kombinieren.
Die 2017 aufgebaute Indian Super Scout ist als Reminiszenz an den schwedischen Indian-Mitbergründer Oscar Hedström gedacht.Bestückt mit einem fetten Garrett T25-Abgasturbolader samt Ladedruckregler leistet der V2 zwischen 150 und 200 PS.Der getunte V2-Motor sitzt in einem selbstgemachten Stahlrohr-Hardtailrahmen.Am filigranen Drahtspeichenvorderrad arbeitet eine Doppelscheibenbremsanlage mit Beringer-Sechskolbenzangen.
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Sieht 100 Jahre alt aus und ist 200 PS stark. Auf Basis einer Indian Scout haben die schwedischen Customizer von Fullhouse Garage Shop ein spektakuläres Turbo-Bike gebaut.

Als motorische Basis dient der 1.133 Kubikzentimeter große V2 aus einer 2016er Indian Scout. Der wurde mit einem Garrett T25-Abgasturbolader bestückt und auf den Betrieb mit Ethanol E85 umgerüstet. Da der Ladedruck stufenlos regulierbar ist, herrscht der Indian-Pilot nach Gusto über 150 bis 200 PS, die per Kette an das filigran wirkende Drahtspeichenhinterrad mit 23 Zoll Durchmesser weitergereicht werden. Beim Thema Abgasführung gibt man sich freizügig. Die Krümmer münden ohne zusätzliche Schalldämpfer als Sidepipes neben dem Motor.

Beheimatet ist der potente V2 in einem klassisch gezeichneten Starrrahmen, den Lundgren selbst gefertigt hat. Vorne führt und federt stilecht eine Gabel von Zulieferer W&W mit Blattfederung. Auch zwischen ihren Holmen dreht sich ein 23 Zoll großes Drahtspeichenrad, das wie das Hinterrad mit einem 3,75 Zoll breiten Reifen bestückt ist.

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Foto: Indian
Die Super Scout erfordert beinahe eine Liegeposition.
Die Super Scout erfordert beinahe eine Liegeposition.

Wie ein moderner Dragster

Der Pilot sitzt, oder vielmehr liegt, auf einem gefederten Ledersattel und muss sich lang über die schmale Tankattrappe, die unter anderem die komplette Elektrik sowie weitere Bauteile verbirgt, bis an nach unten gekröpften Rohrlenker strecken.  Das bringt nach Aussagen der Erbauer das authentische Dragster-Feeling aus den 1920ern zurück, als Indian-Bikes auf dem Dragstrip eine Macht waren. Der eigentliche Tank sitzt unter dem Sitz und tarnt sich als externer Öltank.

Blinker und Scheinwerfer setzen auf moderne LED-Bauteile. Vorne verzögert eine kleine Beringer-Sechskolbenbremszange an einer kleinen Scheibe, hinten eine Billet-Zange, die das Kettenrad als Bremsscheibe nutzt. Alle Fahrzeugdaten und Messwerte können per Bluetooth auf externe Geräte übermittelt werden.

Soll täglich gefahren werden

Das Einzelstück soll so perfektioniert werden, dass es Anders Lundgren als Daily-Driver taugt.  Derzeit laufen die letzten Abstimmungsfahrten. Ein Verkauf des Unikats ist nicht geplant, aber wer weiß schon was alles kommt.

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