Kawasaki ER-5 (GK) (Archivversion)

Die ER-5-Klientel ist mit der niedrigen, wendigen Maschine zufrieden, auch wenn die Gabel zu weich ist und die Bremse geradeso reicht.

Seit August 1997 habe ich den Führerschein, seit März 1998 eine Kawasaki ER-5. Ausschlaggebend waren für mich Preis und Sitzhöhe, denn die meisten Maschinen sind für mich leider zu hoch. Und Chopper fahren wollte ich auch nicht. Trotz angemessener Höhe habe ich mir für knapp 400 Mark noch die niedrigere Sitzbank aus dem Zubehör zugelegt. Nach jetzt mehr als 10 000 Kilometern bin ich so was von zufrieden, dass ich es kaum beschreiben kann. Demnächst noch auf 50 PS entdrosseln, und dann, schätze ich, werden wir gemeinsam alt werden.Gabi Borrmann, BerlinIch gehöre eigentlich zu den Kandidatinnen, deren Beine für fast alle Sport- und Tourenmotorräder zu kurz sind (1,60 Meter), die für eine Wende auf der Straße immer noch Minuten brauchen. Und die beim bloßen Anblick einer Schotterpiste zitternde Knie und Schwitzhändchen kriegen. Die ER-5 ist so handlich, zuverlässig und bequem wie keine andere (Ducati Monster 600, Honda CB 500, Suzuki GS 500 und Yamaha SR 500 ausprobiert). Sie hat mir beigebracht, dass Schräglage gar nichts Schlimmes sein muss und sogar wirklich Spaß macht. So habe ich in zweieinhalb Jahren 44 000 Kilometer mit meiner ER-5 abgespult, wobei mich die Kleine weder auf Alpenpässen noch in Neapels dunklen Gassen, noch auf dem Jakobsweg in spanischen Galizien oder auf den Schotterpisten der Lofoten vor Norwegen jemals enttäuscht hat. Ein kleiner Schönheitsfehler allerdings bleibt: Zwischen Tempo 60 und 80 km/h hat sie ein massives Lenkerflattern (Shimmy), dass man in den Graben fliegt, wenn man die Hand zum Gruß hebt.Annette Bornkessel, ErfurtMeine ER-5 wurde 1998 zugelassen und hat jetzt 6000 Kilometer drauf. Die schwammige Vorderradbremse wurde nach der Montage einer Stahlflexleitung besser. Weil ich nur 1,58 Meter groß bin, wurde die Sitzbank von einem Sattler drei Zentimeter abgepolstert und gleich neu bezogen. Wenn man mit einem Fuß richtig steht, fühlt man sich beim Halt an der Ampel gleich viel sicherer. Nach einer Suzuki Savage und einer Yamaha Virago habe ich jetzt meine optimale Maschine gefunden. Störend ist lediglich der Rost an einigen Schrauben trotz eines Garagenplatzes.Birgit Mielke, Frankenthal
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