Modell-Historie (Archivversion)

Alles fing damit an, daß die schwedischen Husqvarna-Ingenieure Anfang der Achtziger auf Basis des Zweitakt-Gehäuses einen luftgekühlten Viertakt-Single konstrierten. Das erste Serienmodell 510 TE 1983 war zwar fahrwerkstechnisch mit den Stereo-Federbeinen nicht gerade der letzte Schrei, aber motormäßig ein absoluter Hammer. 1985 kam das überfällige Fahrwerk mit Mono-Federbein und dem verformungsfreudigen Einrohrrahmen, das bis heute fast unverändert blieb. Für höhere Standfestigkeit wurde ab 1986 auf Wasserkühlung umgestellt. Die Modelle 1988 und 1989 kamen in der Übergangsphase, als Cagiva die Firma übernahm und nach Italien verfrachtete. 1990 wurde das erste »echte« Modell aus Italien vorgestellt, bis dahin wurde in Varese mehr oder weniger aus Ersatzteilbeständen zusammengeschustert. Die Modelle 1990 und 1991 hatten WP-Federung vorn und hinten sowie eine Scheibenbremse im Hinterrad. 1991 wurde der Hubraum von 503 auf 577 aufgestockt, was der Motorcharakteristik zunächst nicht sonderlich guttat. Mit dem 1992er Modell begannen die guten Jahrgänge, es entspricht optisch schon weitgehend den aktuellen Versionen. Der Motor wurde allmählich druckvoller und vitaler, das Handling gegenüber den Langholztransportern früherer Jahre deutlich besser. Die Nissin-Bremsanlage war erstmals auf Konkurrenz-Niveau, die Showa-Federelemente allerdings nicht ganz so gut. Der Motor sprang stets zuverlässig auf den ersten Tritt an. 1995 kam die konventionelle Marzocchi-Gabel. Die größeren Ventile und Kanäle sowie eine digitale Zündanlage brachten aber keine Verbesserungen. Die Leistung stieg dadurch nicht, das Antreten wurde sogar etwas schlechter. Beim letzten Modelljahr 1996 wurde nur im Detail nachgebessert.
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