MOTORRAD startet Ride now! (Archivversion)

Guido rennt...

... und Neugierige ohne Führerschein drehten ihre ersten Runden mit dem Bike.

Normalerweise fährt Guido. Vorzugsweise mit Sportlern, und das ziemlich gut, denn als Ex-Superbiker weiß er, wo das Gas ist. Heute rennt er. Weil er einer der sechs Instruktoren vom MOTORRAD ACTION TEAM ist, die sich um die Teilnehmer an der Ride-now-Aktion in Stuttgart kümmern. Ride now ist dabei wörtlich zu verstehen. MOTORRAD hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, die noch nie auf einem Motorrad saßen, dieses Erlebnis näher zu bringen. Und zwar so sicher und erlebnisreich wie möglich. Jeder Anfänger bekommt deshalb einen persönlichen Trainer, der ihn auf jedem seiner gefahrenen Meter begleitet. Und der einschreitet, falls die Balance verloren geht, die Kupplung einmal zu heftig greift oder der Motor abgewürgt wird. Doch zunächst gibt es eine Trockenübung. Wo befinden sich Kupplung, Bremse, Ganghebel, was ist bei einem Motorrad anders. Ganz klar: Ohne Balance fällt das Zweirad um. Deshalb lautet die erste Lektion: Einmal um die nicht aufgebockte Maschine gehen und sie dabei in der Senkrechten halten. Testchef Ralf Schneider leitet die Station und stellt erstaunt fest: »Die Frauen machen das eleganter, die Männer verlassen sich mehr auf ihre Kraft.« Geschafft haben es alle, erste Erfolgserlebnisse.Dann die Sitzprobe auf den BMW F 650 CS und GS. Sich zurechtfinden mit den Bedienelementen, probeweise einmal den Motor starten, am Gas drehen, die Maschine ausbalancieren, den Motor wieder abstellen. Und noch mal starten, Kupplung ziehen, Gang einlegen und wieder in den Leerlauf schalten. Das klappt immer besser, die Vorfreude ist den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben, sie wollen jetzt fahren. Also den von Schuberth bereit gestellten Helm aufsetzen, die von Hein Gericke gelieferte Schutzkleidung anziehen, und los geht’s. Unsichere Blicke, Trainer Guido setzt sein beruhigendstes Lächeln auf, die Kupplung greift, die BMW F 650 rollt los, und Guido rennt nebenher. Noch wackelig machen die Anfänger erste Meter, greifen wieder in die Kupplung, rollen aus in den Stand, halten mit Hilfe des unauffällig stützenden Trainers das immerhin 200 Kilogramm schwere Motorrad im Gleichgewicht. Die nächste Fahrt dauert schon länger, bald umkreisen die BMW-Treiber den ganzen Platz, und Guido, der seine Laufschuhe heute gut brauchen kann, beginnt zu schwitzen. Aber er ist begeistert: »Ich hätte nicht geglaubt, dass man den Leuten innerhalb von nicht einmal einer Stunde so viel beibringen kann.« Ein Kompliment an die Neulinge aus berufenem Munde. Die Bilanz nach dem ersten Veranstaltungstag kann sich sehen lassen: 40 leuchtende Augenpaare, fast alle Teilnehmer wollen schnurstracks den Führerschein angehen.
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