Neue Zündbox der TL 1000 S zeigt Wirkung (Archivversion)

Zauberkiste

Zur Jahreswende werden überall fromme Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr laut. Und so schickten auch die Suzuki-Ingenieure die TL 1000 S mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: Weniger Durst und ein besseres Benehmen versprachen sie für ihr Problemkind. Nachdem diverse Werkstattaufenthalte die Kritikpunkte nicht beseitigen konnten, sollte ein neues Motormanagement Abhilfe schaffen. Wie diverse betroffene Kundenmotorräder wurde die MOTORRAD-Dauertestmaschine mit einem neuen Steuergerät für die Zündung und Einspritzung ausgerüstet (siehe Heft 25/1997). In umfangreichen Fahrversuchen fühlte MOTORRAD dem Rechner auf den Zahn. Die Ergebnisse sind durchweg erfreulich. Das bis dahin bemängelte Auspuffpatschen und das überraschende Absterben des Motors sind verschwunden. Die Trinksitten des Zweizylinders haben sich ebenfalls gebessert. Einige mehrmalige Überprüfung auf der MOTORRAD-Verbrauchsrunde ergab, daß der Durchschnittsverbrauch der als schluckfreudig bekannten Suzuki TL 1000 S um rund 1,5 Liter auf 100 Kilometer gesunken ist. Und selbst die an der MOTORRAD-Testmaschine immer wieder aufgetretene Ölverdünnung scheint mit dem neuen Motormanagement unterbunden zu sein.Da ein geändertes Steuergerät natürlich auch auf die Leistungsentfaltung des Motors Einfluß nimmt, war ein Gang auf den Leistungsprüfstand Pflicht. Drei PS mehr Spitzenleistung und eine durchweg leicht erstarkte Leistungskurve bescheinigen den Suzuki-Ingenieuren auch diesbezüglich eine gelungene Arbeit.Doch kaum sind die Motorprobleme beseitigt, erregt schon ein anderes Problemchen die TL 1000-Fahrer der Redaktion. Der serienmäßige Lenkungsdämpfer zeigt sich überaus kälteempfindlich. Eisige Temperaturen lassen das nicht einstellbare Bauteil nur noch widerwillig ansprechen und sorgen so bei geringen Geschwindigkeiten für ein leichtes Schlingern der ganzen Maschine.
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote