Neuheiten 2001: Husqvarna TE 250 (Archivversion)

Die Kleinen kommen

Leicht zu fahrende, hubraumschwache Viertakter liegen im Trend. Husqvarna will bei den Kleinen kräftig mitmischen.

Haaalt! Wieder durchatmen. Auch wenn hier »Neuheiten 2001« steht – noch kann der jüngste Viertakter von Husqvarna niemandem den Atem rauben. Die fix und fertige TE 250 der Italiener wird’s definitiv erst im Jahr 2002 geben. Und zwar in einem ganz anderen, eigenständigen Fahrgestell wie dem derzeitigen Versuchsträger. Doch mit dem neuen Aggregat zeigen die Mannen aus Varese bereits jetzt schon eindeutig Flagge. Bezeichnend, dass zunächst nicht das hubraumstarke 570er-Aggregat ersetzt werden wird, sondern der aktuelle Trend ins Kalkül einbezogen wurde. Und der heißt: leicht zu beherrschende und daher relativ hubraumschwache, drehfreudige Viertakter.Konzeptionell scheint das Potenzial vorhanden. Wie Yamaha – mit der YZ 400 F und der Ende des Jahres erscheinenden YZ 250 F Trendsetter dieser Entwicklung – schafft auch Husqvarna die konstruktiven Voraussetzungen für die Drehzahlfestigkeit des Triebwerks zwei obenliegende Nockenwellen statt einer. Während Yamaha jedoch die Drehzahlgrenze der 250er mit ultraleichten Titanventilen und einem extrem kurzen Hub (Bohrung/Hub-Verhältnis: 77 x 53,6 Millimeter) mit 13500 Umdrehungen angibt, geht Husqvarna etwas moderater zu Werke: 73,8 Millimeter Bohrung und 58,3 Millimeter Hub ermöglichen laut Ingenieur Ennio Marchesin aber immer noch 13000 Touren. Dafür baut das neue Husky-Triebwerk dank höhenversetzter Wellen des Sechsganggetriebes um zwei Zentimeter kürzer als der Yamaha-Motor. Einen Vorsprung wollen sich die Italiener in anderer Hinsicht verschaffen: Sowohl der 250er- als auch der auf dem gleichen Gehäuse basierende, zeitgleich erscheinende 400er-Motor werden – wie bei KTM – serienmäßig mit E-Starter ausgerüstet. Und der finale Coup: Als erste Serien-Offroad-Maschine der Welt soll eine Einspritzanlage von Marelli den momentan verwendeten Keihin-Flachschiebervergaser ersetzen – bevor im Jahr 2003 auch das 570er-Flaggschiff mit einem neuen Motorenkonzept ausrücken darf.
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