Oscar Alpinestars

Retro-Modell zum 55. Geburtstag

Die wurde jetzt am Rande des US-GP in Austin vorgestellt.
Der italienische Bekleidungshersteller Alpinestars feiert seinen 55. Geburtstag. Satt einer Mega-Torte gibt es aber ein Mega-Retrobike auf Basis einer Königswellen-Duc. Die wurde jetzt am Rande des US-GP in Austin vorgestellt. Der flache Sitz hinter dem handgedengelten Alutank ist eine Reminiszenz an Nicky Hayden.
11 Bilder

Der italienische Bekleidungshersteller Alpinestars feiert seinen 55. Geburtstag. Statt einer Mega-Torte gibt es aber ein Mega-Retrobike auf Basis einer Königswellen-Duc. Die wurde jetzt am Rande des US-GP vorgestellt.

Ein 1974er Ducati-Twin mit offenen Dell‘Ortos in einem modernen Fahrwerk – das ist zwar korrekt, wird aber in seiner technoiden Sachlichkeit diesem nach einer Bekleidungskollektion „Oscar by Alpinestars“ getauften Schöpfung aus Stahl, Alu und etwas Gummi nicht gerecht. Der kalifornische Customizer Michael Woolaway hat diese Komponenten wahrhaft meisterlich zu einem Kunstwerk auf zwei Rädern verschmolzen. Auftraggeber war, dreimal darfst du raten, Alpinestars. Der italienische Motorrad-Bekleidungshersteller will mit der nun vollendeten „Oscar“ sein 55-jähriges Bestehen feiern und sieht im Miteinander aus altem italienischen Herz in Form des luftgekühlten Desmo-Twins und modernem Drumherum, ein Symbol der eigenen Heritage: vom Cross-Stiefel-Schuster von einst zum Hightech-Airbag-Kombi-Hersteller von heute.

40 Jahre alter neuer Originalmotor

Vor zwei Jahren, so erzählt der Kalifornier Michael Woolaway, entdeckte er, noch verpackt in der originalen Holzkiste aus dem Werk in Bologna, den Königswellen-Motor – 40 Jahre alt, aber in fabrikneuem Zustand und noch nie gelaufen. Um diesen herum ließ er seinen Landsmann Jeff Cole einen Gitterrohrrahmen bauen. Aber nicht so, wie sie Cole schon für Rennsport-Ikonen der 70er und 80er gebaut hatte.

Foto: Alpinestars
Der Königswellenmotor ist nagelneu.
Der Königswellenmotor ist nagelneu.

Sondern noch filigraner, mit Dreiecksschwinge und einem direkt angelenkten liegenden Zentralfederbein. Die Auspuffanlage mit der klassischen Führung - rechts-links je Eins-in-Eins - stammt von Akrapovic. Als Reminiszenz an Mick Doohan, dessen rechter Fuß unfallbedingt gehandicapt war, betätigt eine Daumenbremse die hintere Brembo-Anlage. Der flache Sitz hinter dem von Woolaway handgedengelten Alutank ist mit seinem abschließend zum Alu-Heck hin aufgestellten Kissen eine weitere Reminiszenz an einen legendären Racer: Der 2017 auf tragische Weise ums Leben gekommene Ex-Weltmeister Nicky Hayden wollte den Sitz seiner MotoGP-Ducati immer genau so.


Zukunft ungewiss

Was Alpinestars mit der Ende April am Rande des US-Grand Prix von Austin in Texas enthüllten „Oscar by Alpinestars“ vor hat, ist noch nicht bekannt. Mit seinen in den Lenkerenden versteckten Blinkern, dem zwar kleinen aber vorhandenen Scheinwerfer und der Heckleuchte könnte die wunderschöne italienisch-amerikanische Custom-Königswellen-Kreation sogar (bedingt) zulassungsfähig sein.

Jede Woche die wichtigsten Motorradinfos direkt aus der Redaktion

Artikel teilen

Anzeige