Pfenningfuchser (Archivversion)

Pfenningfuchser

Wer sich ein Limit von 10000 Mark gesetzt hat, sollte die Hoffnung auf eine vermeintlich teurere Neumaschine nicht gleich aufgeben. Schließlich kommt Händler von handeln.

Fragen kostet nichts. Zum Beispiel nach dem Hauspreis und nicht nach schnödem Rabatte, denn da schränkt das Rabattgesetz den Händler auf drei Prozent ein. Stößt dieses Begehren auf taube Ohren, dann läßt sich der Händler vielleicht auf einen Rabatt in Materialform ein. Wer keine Zeit für langwierige Verhandlungen hat und es noch dazu systematisch angehen will, läßt eine Preisagentur das günstigste Angebot für ein bestimmtes Modell ermitteln. Sinnvollerweise auf einen bestimmten Umkreis beschränkt, damit die Ersparnis nicht für eine allzu weite Anfahrt wieder draufgeht.Von der Differenz zwischen Vorgabepreis des Kunden und des von der Agentur ermittelteten Preises erhält diese 30 Prozent.Die von MOTORRAD beauftragte Preisagentur PRO BUY (Telefon 0621/ 833232-0) recherchierte für einige ausgewählte Modelle im gesamten Bundesgebiet und lieferte trotz eines knapp bemessenen Zeitraums erstaunliche Ergebnisse. Von den elf ausgewählten Bikes, deren Listenpreis zum Teil deutlich über der vorgegebenen Marke liegt, unterboten bei der Recherche immerhin acht die Vorgabe. Die ermittelten Einsparungen lagen zwischen 6,7 und 15,5 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung, wobei der Spitzenwert für die eher schwer verkäufliche Aprilia Moto 6.5 erzielt wurde; für Freunde des ungewöhnlichen Starck-Designs oder Sammler potentieller Klassiker ein echtes Schnäppchen. BMW- und Honda-Händlern dagegen erwiesen sich als zähe Verhandlungspartner. Was sich letztlich aber auch in einer höheren Wertstabilität der beiden Marken niederschlägt. Die Suzuki- und vor allem Aprilia-Neupreise lassen dagegen recht kräftig Federn, sehr zur Freude des Kunden.Bemerkenswert ist darüber hinaus eine deutliche Tendenz zu regionalen Preisunterschieden. Die günstigsten Angebote findet man im Großraum Frankfurt; selbst »Rabattmuffel« wie die BMW F 650 oder die Yamaha XTZ 660, für die sonst nur Werte um die sieben Prozent verzeichnet werden konnten, überschritten hier die Zehn- Prozent-Marke. Es lohnt sich also, beim Neukauf auch Modelle in Betracht zu ziehen, die das zur Verfügung stehende Budget scheinbar sprengen. Sollte die dazwischen klaffende Lücke nicht allzu groß sein, läßt sie sich durch etwas intensivere Suche und kluges Feilschen vielleicht doch noch schließen.
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