Rotobox Moto Splice Supermoto

Edel-Sumo auf Yamaha-Basis

Der Preis dürfte die meisten Interessenten allerdings abschrecken.
Die Splice Supermoto ist der erste Versuch von Rotobox beim Aufbau eines kompletten Motorrads.Der Preis dürfte die meisten Interessenten allerdings abschrecken.Knapp 30.000 Euro verlangt der slowenische Hersteller für die Supermoto.Dafür bekommen Käufer ein Supermoto mit einigen sehr edlen und teilweise eigens angefertigten Bauteilen.
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Ducati Hypermotard, KTM 690 SMC oder Husqvarna 701 Supermoto sind euch nicht exklusiv genug? Dann könnte die ziemlich edle Rotobox Moto Splice Supermoto genau das Richtige für finanzkräftige Sumo-Fans sein.

Eigentlich kennt man den slowenischen Hersteller Rotobox für seine hochwertigen Felgen aus Karbon. Nun möchte sich Rotobox zusätzlich einen Namen als Tuning-Schmiede machen. Das erste Projekt stellt dabei ein edles Supermoto-Projekt dar, das es preislich allerdings in sich hat und nicht jedermanns Sache sein dürfte. Schlanke 29.830 Euro verlangen die Slowenen für die Rotobox Moto Splice Supermoto. Dafür erhalten Käufer allerdings ein Paket aus ziemlich feinen und teils individualisierten Bauteilen.

Yamaha-Modelle als Basis

Als Basis-Modelle kommen dabei die Yamaha YZ 250 F, die Yamaha YZ 450 F, die Yamaha WR 250 F und die Yamaha WR 450 F der Jahrgänge 2018 und 2019 zum Einsatz. Am Heck wurde zudem die Schwinge der YZF-R6 verbaut. Der Rahmen stammt aus der WR 450 F. Die neuen Rahmenbedingungen erlauben ein 5,5 Zoll breites 17-Zoll-Hinterrad mit einem 190er-Slick zu integrieren. Auch der Auspuff mit Keramikbeschichtung ist eine Spezialanfertigung. Der hintere Fender und auch einige weitere Bauteile wurde mit einem 3D-Drucker angefertigt. Die Räder bestehen wie erwartet aus Karbon und kommen aus dem eigenen Hause. Mit dabei sind Federelemente von Öhlins, Bremsen von Brembo und ein modifiziertes Cockpit. Beim Sitz entschieden sich die Slowenen für eine Racing-Variante. Vollgetankt soll die Rotobox Moto Splice damit lediglich 119 Kilogramm auf die Waage bringen.

Foto: Rotobox Moto
Die Räder wurden aus Karbon gefertigt.
Die Räder wurden aus Karbon gefertigt.

Bleibt die Frage, wie es mit der Straßenzulassung aussieht. Auf den Hersteller-Bildern trägt das Bike jedenfalls Slicks von Bridgestone. Spiegel und Ständer sind ebenfalls nicht zu sehen. Dafür sind Leuchtmittel und Blinker an Bord. Auch die als Basis verwendeten und nicht Euro4-konformen Yamaha-Modelle sind serienmäßig nicht für die Straße vorgesehen. Dürfte also schwer werden mit einer Straßenzulassung für die Splice Supermoto, weshalb sich für viele Motorradfahrer hierzulande somit wohl die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solch teuren Modells stellen dürfte. Weitere Informationen gibt es auf der Hersteller-Website www.rotobox-moto.com.

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