Royal Enfield Interceptor und Continental

A2-tauglich, bildhübsch, bezahlbar

Royal Enfield Continental GT 650 in Weiß auf der EICMA 2017.
Technische Daten Royal Enfield Continental GT 650.Royal Enfield Continental GT 650 für 2018.Royal Enfield Interception INT 650 für 2018.Royal Enfields neuer Zweizylinder mit 650 cm³.18 Bilder

Hierzulande genießt der indische Zweiradgigant bislang Exotenstatus, aber das könnte sich in Zukunft ändern. Mit Royald Enfield Continental GT 650 und Royald Enfield Interceptor INT 650 präsentiert man auf der EICMA zwei neue, technisch eng verwandte Modelle, die von einem von Grund auf neu konstruierten, luftgekühlten 650-Kubik Reihenzweizylinder angetrieben werden. Mit 47 PS A2-tauglich, bildhübsch, und mutmaßlich bezahlbar.

Die EICMA 2017 markiert für den traditionsreichen Hersteller mit englischen Wurzeln ein wichtiges Kapitel in der Firmengeschichte, und zwar sowohl im Hinblick auf den riesigen, und stetig weiter wachsenden heimischen Markt (in dem man derzeit monatlich 70.000 Einheiten der 350er und 500er baut!), wie auch für die globalen Expansionspläne. Dort bietet man solventen Käufern mit den neuen 650er Modellen ungekannt große, schnelle, prestigeträchtige Maschinen; hier hieven Royal Enfield Continental GT 650 und Royal Enfield Interceptor INT 650 ihren Hersteller aus dem Nischendasein als Exporteur charmanter, aber leistungsschwacher Einzylinderbikes heraus und mitten hinein ins Segment der Mittelklasse-Retros.

Konstruiert wurden die Maschinen im neuen Forschungszentrum im englischen Bruntingthorpe unter Führung von Simon Warburton, dem früheren Entwicklungschef von Triumph – Hoffnungen in astreines Fahrverhalten sind also durchaus angebracht.

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Die harten Fakten zum neuen Motor:

-    Reihenzweizylinder, 648 cm³
-    Luft/Ölkühlung
-    270 Grad Hubzapfenversatz
-    Vierventiltechnik, einzelne obenliegende Nockenwelle
-    Bohrungs-Hubverhältnis: 78mm x 67,8mm
-    Verdichtung: 9,5 zu 1
-    Sechsganggetriebe, Antihoppingkupplung
-    CDI-Zündung
-    47 PS bei 7.100 U/min, 52 Nm bei 4.000 u/min

GT als Café-Racer und INT als Roadster

Verwendung findet dieser Motor in zwei Retromaschinen, deren Linienführung zeitlos klassischer nicht sein könnte. Wir urteilen ungern über Styling, in diesem Falle sei allerdings festgehalten: Das Design ist Royal Enfield offensichtlich leicht von der Hand gegangen. Verwundern muss das nicht, baut man in Chennai mit der Bullet 500 doch im Prinzip seit einigen Jahrzehnten das gleiche Motorrad. Technisch teilen sich beide Neuen die gleiche Basis: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, 18 Zoll Rad/Reifendimension (Pirelli Bereifung!), 1400 Millimeter Radstand, rund 200 Kilogramm Trockengewicht, 320 Millimeter Einzelscheibenbremse vorne.

Die Royal Enfield Continental GT 650 empfiehlt sich für Liebhaber des Cafe-Racer Looks, während die Royal Enfield Interceptor INT 650 einen klassischen Roadster mit höherem Lenker und durchgängiger Sitzbank darstellt. Offizielle Angaben zum Verkaufspreis liegen uns derzeit noch nicht vor, angesichts der Produktion in Indien und der zu erwartenden enormen Stückzahlen im dortigen Markt erscheint ein höchst konkurrenzfähiger Marktpreis recht wahrscheinlich. Marktstart wird gegen Juni 2018 sein.

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