Royal Enfield Lock Stock (2018)

650er-Twin im Dragster-Outfit

Um seine neuen Zweizylinder-Modelle zu promoten hat Royal Enfield auf Basis der 650er einen Dragster aufgebaut.
Um seine neuen Zweizylinder-Modelle zu promoten hat Royal Enfield auf Basis der 650er einen Dragster aufgebaut.Die Lock Stock setzt dabei auf Lachgas-Einspritzung. Als Partner holten sie sich dazu den bekannten US-Tuner S&S mit ins Boot. Präsentiert wurde die Royal Enfield Lock Stock bereits im Mai auf der Bike Shed Show in London.
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Um seine neuen Zweizylinder-Modelle zu promoten, hat Royal Enfield auf Basis der 650er einen Dragster aufgebaut. Die Lock Stock setzt dabei auf Lachgas-Einspritzung.

Mit den Modellen Interceptor und Continental GT hatte Royal Enfield auf der EICMA 2017 zwei neue Modelle rund um den neuen 650er-Zweizylindermotor vorgestellt. Quasi als flankierende Maßnahme haben die Inder jetzt rund um den neuen Twin einen Dragster bauen lassen - die Royal Enfield Lock Stock. Als Partner holten sie sich dazu den bekannten US-Tuner S&S mit ins Boot. Präsentiert wurde die Royal Enfield Lock Stock bereits im Mai 2018 auf der Bike Shed Show in London.

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Leistung mehr als verdoppelt

Unter den Händen von S&S legte der Twin beim Hubraum durch dickere Kolben von 649 cm³ auf satte 865 cm³ zu. Die Verdichtung wurde deutlich erhöht, die Steuerzeiten mit einer neuen Nockenwelle nachgeschärft. Die Pleuel mussten Schmiedeteilen weichen. Die Drosselklappengehäuse wurden auf 38 mm Durchlass aufgestockt.

Foto: Royal Enfield
Der Twin verdoppelt seine Leistung.
Der Twin verdoppelt seine Leistung.

Als weitere leistungsfördernde Maßnahme wurde noch eine Lachgaseinspritzung an den Zweizylinder adaptiert. Um dem drohenden Leistungsansturm Stand zu halten, wurden das Getriebe und die Kupplung massiv verstärkt. Ausgeatmet wird relativ freizügig unter dem Motor durch Sidepipes. Unter dem Strich soll der Twin so über 100 PS bei knapp 7.000/min und 114 Nm bei 5.800/min abgeben. In der Basisversion liegen lediglich 47 PS und 52 Nm an.

Rahmen von Harris, Felgen von PVM

Eigebettet wurde der potente Twin in einen völlig neu gezeichneten Stahlrohrrahmen mit einem extrem langen und starren Heck. Gefertigt wurde dieser vom namhaften Rahmenbauer Harris Performance, den sich die Inder bereits 2015 in ihr Imperium einverleibt hatten und der auch schon die Rahmen für die neuen 650er-Modelle entwickelt hat.

Foto: Royal Enfield
Den Starrrahmen liefert Harris.
Den Starrrahmen liefert Harris.

Das 3,5 x 17 Zoll große PVM-Vorderrad wird von einer Öhlins-Upside-Down-Gabel geführt, die für den Einsatz auf dem Dragstrip nur über einen minimalen Federweg verfügt. Hinten deht sich eine PVM-Felge in der Dimension 5,25 x 17 Zoll. Die wenig profilierten Reifen steuert Shinko bei. Bremspower liefert vorne eine 320er-Einscheibenanlage von Brembo mit radial verschraubtem Vierkolben-Sattel. Hinten setzt die Lock Stock ebenfalls auf Bembo-Komponenten. Für den 1/8-Meilen-Sprint ist die Royal Enfield Lock Stock vorne mit einem 17er Ritzel und hinten mit einem 40er Kettenrad bestückt.

Nur ein Showbike

Die extrem geduckte Lock Stock wirkt unendlich lang, ihr Radstand liegt bei 1.570 mm und überragt damit das Basisbike deutlich. Markant ist auch der extrem an den Enden nach unten gebogene Rohrlenker. Tank, vorderer Kotflügel, die Miniverkleidung sowie der Bugspoiler sind aus Kohlefaserlaminat gefertigt und mit einem schwarz-weißen Cameo-Look dekoriert. Ein Mini-LED-Frontscheinwerfer und ein LED-Rücklicht unter der ledernen Einmannbank steuern ein wenig Legalität bei. Legaler wird die Lock Stock dann auch nicht mehr, denn mehr als ein Showbike soll sie gar nicht sein.

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