Triumph TT 600 Modell 2002 (FB) (Archivversion)

DER NÄCHSTE SCHRITT

Seit ihrem Erscheinen wird die TT 600 motorseitig von Abstimmungsproblemen geplagt. Triumph versprach fürs 2002er-Modell Besserung.

Alle sind sich einig. Eigentlich ein prima Motorrad, die Triumph TT 600, wenn der Vierzylinder der Engländerin nicht die Tour vermasseln würde. Anfahrschwäche, vor allem im Soziusbetrieb, ruppige, verzögerte Gasannahme und schlechtes Startverhalten wurde der agilen Sportlerin nicht nur von MOTORRAD während der 50000 Killometer im Langstreckentest (MOTORRAD 3/2002) zur Last gelegt. Damit ist jetzt Schluss – sagt Triumph und verweist auf das neue 2002er-Modell.Und in der Tat, die Umsetzung von Gasbefehlen klappt nun prompt und ohne Verzögerung. Nicht verschwunden ist dagegen das recht starke Lastwechselruckeln in Folge des großen Spiels im gesamten Antriebsstrang, die TT verlangt weiterhin eine gefühlvolle Gashand. Auch das Kaltstarverhalten lässt immer noch zu wünschen übrig, der Motor stirbt beim Anfahren öfters ab. Und trotz der kühlen Witterung bringt sich ein weiterer Schwachpunkt in Erinnerung. Dichter Statdverkehr, minus vier Grad Celsius - der Lüfter läuft. Und das, obwohl die Einschalttemperatur auf 102 Grad angehoben wurde.Gemischte Ergebnisse auch auf dem Leistungsprüfstand: Das Drehmomentplus zwischen 3000 und 4000/min und die knapp zehn PS Mehrleistung bei 9500/min sind sehr erfreulich - der Hänger um 6000/min dagegen ärgerlich, auch wenn er sich im Fahrbetrieb weit weniger dramatisch auswirkt, als das Leistungsdiagramm vermuten lässt.
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