Vorstellung BMW- und Yamaha-Neuheiten

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BMW und Yamaha glauben an ihre Verkaufshits und bemühen sich um R 1150 GS beziehungsweise FZS 600 Fazer sowie XJR 1300.

Fit für fernste Fernen: Machte bereits die Standardvariante in leichtem Gelände keine schlechte Figur, hält das neue, zusätzlich angebotene Modell BMW R 1150 GS Adventure mit 20 Millimeter längeren Federwegen (210 vorn/220 hinten) und einem – abhängig vom Federweg – in der Druckstufendämpfung progressiv wirkenden White-Power-Federbein mehr Reserven bereit. Neu sind außerdem die Stahlflexleitungen und die aus anderen BMW-Modellen bereits bekannten, sehr wirkungsvollen Evo-Bremszangen der Vorderradbremse. Eine längere Aluminiumplatte unter der Ölwanne schützt den Boxer, die deutlich größere Verkleidungsscheibe sowie ein Lenkerprallschutz und Handprotektoren den Piloten. Noch mehr Komfort für den Fahrer verspricht die fast stufenlose Sitzbank.
Gegen Aufpreis gibt’s ein Spritfass mit 30 Litern Volumen, echte Wüstenfüchse können ab Werk griffige Stollenreifen auf die blau eloxierten Felgen montieren lassen. Sicherheitshalber ordern sie gleich noch einen trickreichen Codierstecker. Dieser erlaubt durch Manipulation der Zündkurve, niedrigoktaniges Normalbenzin zu verheizen.
Interessant ist auch das als Zubehör angebotene Gepäcksystem – drei Aluboxen, die an einem pfiffigenTrägersystem fixiert sind. Für ernstgemeinte Offroad-Einlagen empfiehlt sich der als Sonderausstattung deklarierte, kurz übersetzte erste Gang. Eine Zwölf-Volt-Steckdose im Cockpit wartet darauf, ein GPS-System zu speisen. Abenteuerlustige müssen sich jedoch noch etwas gedulden, die Adventure wird erst im Frühjahr 2002 ausgeliefert, sämtliche Preise werden derzeit noch kalkuliert.
Mit durchdachten Verbesserungen an der Basis soll die Yamaha FZS 600 Fazer noch attraktiver werden. Augenfällig die Verkleidung à la Fazer 1000 mit dem leisungsstärkeren Doppelscheinwerfer und Spiegeln, die dank langer Ausleger prima Rücksicht geben. Deutlich sichtbar auch, aber wohl noch deutlicher spürbar die schlankere Taille: Endlich verspricht der Fazer-Tank guten Knieschluss, sein Volumen wuchs auf respektable 22 Liter. Damit die Freude an der quirligen 600er lange währt, bekam sie eine komplett aus Edelstahl gefertigte Auspuffanlage, damit es dem Fahrer nie langweilig wird, ein neues Cockpit. Beim Blick auf den zentralen Drehzahlmesser weiß er jetzt auch, was die Uhr geschlagen hat.
Ähnlich liebevoller Detailpflege durfte sich die bullige Yamaha XJR 1300 unterziehen. Um ihr bis in mittlere Drehzahlen noch mehr Dampf einzuhauchen, kriegt ihr Vierzylinder größere Vergaser. Die revidierte Vier-in-eins-in-zwei-Auspuffanlage tut das ihre, maximal liegen bei 6500 Umdrehungen nunmehr 105 Newtonmeter Drehmoment an. Vorsorglich vertärkte Yamaha gleich mal die Kupplung. Außerdem befanden die Techniker, dass ihr Kraftprotz prima mit einer längeren Sekundärübersetzung leben könnte, die Fahrer dürften sich über die daraus resultierende Drehzahlsenkung ebenfalls freuen. Ein Sekundärluftsystem hilft über die Euro-1-Abgashürde, geänderte Nockenwellenprofile sollen den Motor leiser und neue Ventil- sowie Seitendeckel noch hübscher machen. Durch Feinarbeit verlor der Bolide sechs Kilogramm Gewicht, ein schlankerer Tank und eine modifizierte Sitzbank dürften mehr Gefühl fürs Fahrzeug vermitteln, und dank geänderter Feder-/Dämpfungsabstimmung soll die XJR bei gleich hohem Komfort besser liegen. Und in der Käufergunst dürfte sie noch weiter steigen.
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