Vorstellung KTM 950 Duke (Archivversion)

Kingsize

War das 640er-Straßenmodell von KTM den Herzogstitel wert, müsste die Zweizylindermaschine King heißen. Denn wo dem Einzylinder bereits die Luft ausgeht, schiebt die 950er noch mächtig voran. MOTORRAD fotografierte den ersten Prototyp.

Vor zehn Jahren noch am Rande des Ruins, reift KTM unter der Führung von Stefan Pierer zu einem großen Motorradhersteller heran. Dem umtriebigen Chef der Mattighofener sei Dank, wird die Welt in Kürze mit einer ganzen Baureihe neuer Zweizylindermaschinen eingedeckt, deren Philosophie typisch KTM ist: schnell, leicht, radikal. Wirklich extrem wird die große Duke. Befeuert von dem neu konstruierten 950er-Zweizylinder mit Einspritzung und Katalysator, zwei leichte Räder dran, das leichte Endurochassis auf Straßenbetrieb abgefedert, radikales Styling. Vollgetankt soll die 950 Duke höchstens 190 Kilogramm wiegen, der V-Twin 115 Pferde leisten. Wie schafft es KTM, so leicht zu bauen? Der Motor wiegt nur 56 Kilogramm, 20 weniger als die gängigen Desmo-Antriebe aus Italien und zehn weniger als übliche Vierzylinder aus Japan.Außerdem spart die Ausstattung Pfunde. Digitalcockpit ohne Schnickschnack, Leichtmetallschwinge, keine Umlenkung fürs Federbein, Rohrlenker aus Aluminium. Die Upside-down-Gabel kommt wie der hintere Dämpfer natürlich von den hauseigenen White-Power-Leuten. Der schwarze Klotz unter dem Wasserkühler ist übrigens der Öltank für die Trockensumpfschmierung, der für die Serie hoffentlich noch etwas schöner gestaltet wird. Auf der Intermot wird die 950 Duke schon mal für Aufmerksamkeit sorgen. Bis zur Markteinführung wird es aber noch ein Jahr dauern.
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