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Fahrbericht Suzuki Gladius 650 ABS (2009)

Erste Gladius mit ABS

ABS im Motorrad ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor wenigen Jahren noch ein teures Hightech-Feature für die Oberklasse, ist die Bremshilfe in der Mittelklasse angekommen. Ab sofort ist auch die Gladius damit zu haben.

Nur 300 Euro betrüge der Aufpreis für den Blockierverhinderer, gäbe es die Gladius noch ohne. Doch von Suzuki werden nur noch Exemplare mit ABS ausgeliefert und der Handel wird es nicht einfach haben, die noch verbliebenen ABS-losen Modelle zum Listenpreis von 6290 Euro loszuschlagen. Grundsätzlich ist das ABS baugleich mit dem System der Bandit und GSX 650 F. Lediglich die Software wurde angepasst, da die Gladius von 290er-Scheiben mit Doppelkolben-Schwimmsätteln verzögert wird, während bei der Bandit 310er-Scheiben von Vierkolben-Festsätteln gepackt werden.Die Unterschiede wirken sich auf den Bremsweg aus: Im großen ABS-Vergleich (MOTORRAD 14/2009) belegte die GSX-F mit 38,9 Metern Bremsweg und einer Verzögerung von 9,9 m/s² im Trockenen aus 100 km/h den dritten Platz. Die Gladius hätte bei diesem Test mit 42,9 Metern nur knapp vor der Harley-Davidson Road King den neunten Platz belegt. Die durchschnittliche Verzögerung liegt mit 9,0 m/s² eher im Hinterfeld. Wobei diese Werte auch ein geübter Fahrer im Trockenen erst einmal erreichen muss, von widrigen Bedingungen wie Nässe oder verschmutzter Fahrbahn ganz zu schweigen.

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Vorne bremsen zwei 290er-Scheiben mit Doppelkolben-Schwimmsätteln

Von den mäßigen absoluten Bremswerten abgesehen, kann die Bremse in der Praxis dennoch überzeugen. Handkraft und Dosierbarkeit wurden im Vergleich zur Bandit deutlich verringert beziehungsweise verbessert. Das Erreichen des Regelbereichs macht sich durch ein zartes Pochen im einstellbaren Handhebel bemerkbar, die Zeiten wild pulsierender Hebel sind passé. Die Fußbremse erfüllt ihre Aufgabe zuverlässig und unauffällig.

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Bis auf die orange ABS-Leuchte blieb das etwas biedere Cockpit unverändert

Ansonsten blieb die Gladius unverändert, der quirlige und genügsame V2 ist ein Freudenspender erster Güte, das Fahrwerk weich gefedert und zudem schwach gedämpft.

Bremsdiagramm

Archiv

Das ABS regelt sehr feinfühlig und auf konstantem Niveau. Dieses könnte allerdings etwas höher sein, denn die absoluten Werte sind mit 9,0 m/s² und 42,9 m Bremsweg nur unterdurchschnittlich

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