Sena Prism Tube WiFi im Test

Action-Cam mit WLAN-Funktion

Im Test überzeugte die Sena Prism Tube Wifi mit großzügigen Aufnamemodi.
Im Test überzeugte die Sena Prism Tube Wifi mit großzügigen Aufnamemodi.Die Bedienung kann als motorradtauglich bezeichnet werden.Bei der Videoqualität gab es dagegen Schwächen, wie der direkte Vergleich mit der GoPro 4 zeigt.Hier eine Aufnahme mit der Sena Prism Tube Wifi in Ludwigsburg.
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Bereits seit einiger Zeit hat Kommunikationsspezialist Sena auch Action-Cams im Angebot, neu ist die Sena Prism Tube WiFi, welche die komfortable Bedienung der bekannten Sena Prism Tube nun mit WLAN-Funktionalität verbindet. Wir hatten die Prism Tube WiFi im Test und konnten sie mit zwei Modellen von GoPro vergleichen.

So spannend die Möglichkeiten von 360-Grad-Kameras auch sind, für die meisten filmischen Zwecke empfiehlt sich noch immer die klassische Action-Cam. Auch und gerade für Aufnahmen beim Motorradfahren. Eine besonders durchdachte Alternative zum Branchenprimus GoPro ist die Sena Prism Tube WiFi.

Für Motorradfahrer optimierte Bedienung

Im Gegensatz zu vielen anderen Action-Cams muss die Sena Prism Tube WiFi nicht durch Drücken von schwer zugänglichen Knöpfen und Tasten gestartet werden, die Bedienung funktioniert viel simpler: Anschalten und Aufnahme starten passieren gemeinsam, indem einfach der griffige Ring am Gehäuse nach vorn gezogen wird.

Das funktioniert auch mit Handschuhen bestens, womit die Sena der Konkurrenz von GoPro in Sachen Bedienung so manches voraushat. Auch die Röhrenform der Sena Prism Tube WiFi gibt sich deutlich aerodynamischer, als die meist rechteckige Kastenform der Konkurrenz. Da die Röhre zugleich in ihrer Halterung gedreht werden kann, lässt sich unabhängig von der Befestigungsstelle am Helm ein gerades Bild erzielen, ohne dass der Horizont schief erscheint.

Viele Aufnahmemodi, Schwächen bei der Videoqualität

Die Sena Prism Tube WiFi filmt wahlweise in 2,7 K, also 2719 auf 1524 Pixel, mit 30 Bildern pro Sekunde oder alternativ in 1080p/60, also 1920 mal 1080 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde. Leider wirkt das Ergebnis aber etwas überschärft. Für die meisten Einsatzzwecke wäre ein von der Kamera selbst weniger nachbearbeitetes Bild besser, zusätzliche Schärfe kann dann bei Bedarf noch immer in der Postproduktion erzielt werden. Wir hoffen, dass Sena ein Firmware-Update nutzt, um diese diese übermäßige Schärfung zu beheben. In Sachen Dynamikumfang (gleichzeitige Abbildung von hellen und dunklen Bildbereichen) ist die Sena Prism Tube WiFi mit der Leistung von GoPro Hero 3+ und GoPro Hero 4 vergleichbar, die Farbwiedergabe fällt etwas wärmer, aber durchaus realitätsnah aus.

Foto: Beyl
Der direkte Vergleich: Sena (links), GoPro (rechts).
Der direkte Vergleich: Sena (links), GoPro (rechts).

Die Kamera besitzt ein integriertes Mikrofon, das die Umgebungsgeräusche aufnimmt, sehr gut gefällt das zusätzliche externe Mikrofon, das im Helm befestigt werden kann und bei Bedarf die eigene Stimme aufnimmt. Über den ebenfalls mitgelieferten Lautsprecher gibt die Sena Prism Tube WiFi außerdem Auskunft über Aufnahmestatus, Speicherkapazität und Akkuladung. Ein weiterer Pluspunkt, den die WiFi-Version der schon länger erhältlichen Sena Prism Tube voraushat, ist die Möglichkeit, sich per WLAN mit dem Smartphone zu verbinden. Dadurch lässt die Kamera dann sowohl per iOS- als auch via Android-App steuern. Ein kleiner Kritikpunkt ist der 1000 mAh-Akku, der gerne kräftiger ausfallen dürfte.

Positiv aufgefallen: Motorradtaugliche Bedienung, gute Aerodynamik, Helm-Mikrofon

Negativ aufgefallen: Überschärftes Bild

Größe: 31 mm x 99 mm

Preis: 179 Euro

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