250-cm³-Moto Cross-WM (Archivversion)

Scandale grande?

Der Saisonabschluß zur Viertelliter-Moto Cross-WM im schweizerischen Roggenburg endete wie jedes WM-Finale. Der neue Weltmeister feierte samt Fangemeinde den WM-Titel mit Glanz und Pomp und Gloria, während der Verlierer gedemütigt und mit Tränen in den Augen das Schlachtfeld räumte. Kein Gedanke daran, daß schon bald der frischgekrönte Champion Stefan Everts und Vize Marnicq Bervoets die Rollen tauschen könnten. Denn trotz Platz eins und drei, mit denen Honda-Werkspilot Everts die WM-Führung auf die steinige Piste im Schweizer Jura zauberte, fehlt ihm vorläufig die segnende Hand des Motorradsport-Weltverbandes FIM zum vollendeten Glück. Der Grund: Beim britischen WM-Lauf im Juni hatten die technischen Kommissare zu hohe Oktan-Werte des von Everts verwendeten Treibstoffs festgestellt. Der folgenden Annullierung der 40 WM-Zähler des damaligen Doppelsiegs folgte sechs Wochen später die Rehabilitation. Wogegen wiederum die Werksteams von Suzuki und Kawasaki Protest einlegten. Und eben dieser soll nun zwei Wochen nach dem WM-Finale vom obersten Schiedsgericht der FIM geprüft werden. Ob ein WM-Titel vom grünen Tisch dem bedauernswerten Flamen Bervoets allerdings noch viel nützen würde, bleibt fraglich, denn nicht immer gilt: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
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