ACTION TEAM Journal (Archivversion)

Was sonst noch geschah

3500 meist sehr zufriedene Teilnehmer auf knapp 180 Veranstaltungen. Das ist die eine Seite des ACTION TEAM. Auf der anderen Seite gibt es auch Situationen, die nicht gerade planbar sind

Auch das ACTION TEAM hat mit den Fährnissen des Motorradlebens zu kämpfen, wie einige Beispiele zeigen.Marokkanische Handarbeit. Weder Allradantrieb noch Differenzialsperre, weder Traktor noch gutes Zureden konnten Service-Lkw der Marokko-Tour bewegen. Das Getriebe war auf steinigem Boden auf Grund gelaufen. Die High-Tech-Lösung wäre ein Notruf per Satelliten-Telefon gewesen. Schneller ging es schließlich auf konventionelle marokkanische Art: 60 hilfsbereite Berber ziehender- und weitere 30 schiebenderweise brachten die Fuhre und damit auch die Tour wieder in Gang.Eifler Schlüsselerlebnis Was tun am Nürburgring, wenn das Motorrad vor Ort ist, der Zündschlüssel aber noch in der Schweiz liegt und der örtliche Schlüsseldienst nicht helfen kann? Ein eidgenössischer Honda-Fahrer löste das Problem mittels Fax und Feile. Per Fax wurde das Schlüsselprofil übermittelte, welches mittels Feile (!) auf den schnell organisierten Rohling übertragen wurde. Viele Grüße an Honda, Abteilung Sicherheitsschlösser.Kameradschaft auf Pump. Die Reisegruppe der Elsaß-Tour war in zwei Lager gespalten. Hier die Fans bayrischer Benzin-Kühe und dort die Honda-Fraktion. Doch das tat derStimmung keinen Abbruch. Nur bei einem Tankstopp teilten sich die beiden Lager. Die BMW-Treiber bedienten sich kollektiv aus einer Zapfsäule. Die Honda-Freunde ebenso - leider aus der falschen. Beim Tausch Diesel gegen Benzin kamen die Japan-Kameraden nicht ums Pumpen herum.Ende einer Dienstfahrt. Daß dieser Anhänger irgendwann mal in der Leitplanke endet, hatten viele prognostiziert. Schließlich hüpfte er des öfteren als Anhängsel des turbogetriebenen Servicefahrzeuges schneller um die Nordschleife als manche Gruppe des Perfektionstrainings. Streckenkenntnis, nicht Risikobereitschaft war dafür der Grund. Die Kritiker behielten dennoch recht. Der Anhänger fand gewaltsam sein Dienstende. Allerdings auf der A 61 und in Folge eines geplatzen Reifens.Berliner Schreibarbeit. MOTORRAD-Trainings in Berlin machen Spaß. Der Trainingsplatz ist klasse, und die Behörden kooperativ dafür aber viele. Erst nach knapp zehn Anträgen und deren Bewilligungen ist das Training endgültig genehmigt. Daß die Berliner selbst gerne Schreibarbeit vollrichten, zeigt der Briefkopf des Bezirksamts Stegliz. Jeder ein »handgemaltes« Unikat. Die R1 hat ausgeraucht. 1998 traten auffallend viele Teilnehmer und Instruktoren mit dem Überrenner zum Perfektionstraining an. Was für feine Technik da verbaut wird. Selbst die Armaturen stecken voller nützlicher Detaillösungen. Sobald sich im Tank nur noch die Reservemenge befindet, schaltet sich ein separater Kilometerzähler ein, der die Distanz ab Reservebeginn mißt. Doch selbst erfahrene Instruktoren kommen mit dem herkömmlichen Umlegen des Benzinhahns offensichtlich besser zurecht. So wurde die Yamaha das bergungsintensivste Motorrad der letzten Saison. Denn ohne Sprit raucht selbst eine R1 nicht.Friauler Sektkühler. Berge und Schnee, das ist nicht gerade ungewöhnlich Anfang September auf der Strecke unserer Friaul-Endurotour allerdings schon. So konnten einige Berg-Etappen nur durch vereintes Schieben bezwungen werden. Auf der Höhe wurde die Gruppe dafür dann fürstlich entschädigt. Der Geburtstagssekt von Co-Reiseleiter Karsten Schmidt war eisgekühlt.
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