Biketech aktuell (Archivversion)

Biketech aktuell

Der italienische Hersteller Braking hat innenumfassende Scheibenbremsen für Bikes entwickelt. Statt zwischen Scheibe und Bremse zu liegen, greifen die Bremssättel von innen um die Scheibe.

Vorteil: zirka 30 Prozent größere Bremsscheiben. Sie haben bei gleichem Reibwert und gleicher hydraulischer Übersetzung ein höheres Bremsmoment. Um die gleiche Verzögerung zu erhalten, reicht also ein geringerer Bremsdruck aus. Die gesamte Bremsanlage verformt sich unter geringerem Druck weniger. Deshalb lässt sie sich selbst im Grenzbereich sensibler dosieren. Dank der schmaleren Reibfläche sind die größeren Scheiben leichter und verringern somit die ungefederten Massen, was dem Fahrkomfort dient. Nachteil: Da sich bei den größeren Scheiben die Massen weiter außen am Umfang konzentrieren, haben sie ein höheres Massenträgheitsmoment. Dadurch steigen im Fahrbetrieb die Kreiselkräfte, die sich negativ auf die Handlichkeit auswirken. Für die Nachrüstung ist die Anlage zudem teuer, weil spezielle Bremssättel und ein komplett neues Vorderrad notwendig sind. Vor Serienanlauf muss die Bremse noch die Hürde des TÜV schaffen.
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