Bimota Import (Archivversion)

Schluß damit

Nach zehn Jahren Importeurstätigkeit für die italienische Edelmarke Bimota hat Reinhold Kraft aus Leutkirch jetzt den Import der Marke aufgegeben. Dumpingpreise auf dem Graumarkt haben dem engagierten Bimota-Importeur die Möglichkeit genommen, die aufwendige Kundenbetreuung und Garantieabwicklung, die die manchmal mit Kinderkrankheiten ausgelieferten Bimota nötig machten, aufrechtzuerhalten. Bimota setzt in Zukunft auf möglichst hohe Stückzahlen und glaubt, diese mit dem Grauhändler Dieter Könemann aus dem norddeutschen Schnerverdingen besser verwirklichen zu können, der jetzt den Import übernommen hat. Reinhold Kraft, der betont, im Einvernehmen mit Bimota ausgestiegen zu sein, wird als erfahrener Spezialist für die Marke seine Kunden weiterbetreuen und weiterhin die Teileversorgung gewährleisten sowie Bimota-Zubehör vertreiben. Zudem wird der Allgäuer Neumaschinen direkt an den Kunden verkaufen. Da die aufwendigen und unrentablen Garantieleistungen nunmehr entfallen, kann sich seine Werkstatt besser auf den Service und die Betreuung der Kunden konzentrieren.
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Bimota-Import: Reinhold Kraft hört auf (Archivversion) - «Dem neuen Importeur wünsche ich viel Geduld und Leidensfähigkeit“

Bimota-Motorräder brauchen eine intensive Betreuung, die der Ex-Importeur Reinhold Kraft vorbildlich geleistet hat. Warum das jetzt ein neuer besser können soll, fragt sich MOTORRAD-Redakteur Axel Westphal.
Ich nehme kein Blatt vor den Mund und nenne das, was Bimota mit Reinhold Kraft getrieben hat, eine Sauerei. So viel Engagement - ja, man kann es fast schon eine liebesähnliche Wertschätzung nennen - , die der Allgäuer der Marke Bimota entgegengebracht hat, haben die Riminesen überhaupt nicht verdient. Denn jahrelang haben sie auf dem Rücken der Importeure ihre unausgegorenen Motorräder verkauft, wohl wissend, daß so jemand wie Kraft es schon richten würde. Etwa die Einspritzmodelle. Die wurden auf Kosten des Hauses Kraft erstmal zu Ende abgestimmt. Oder undichte Tanks etwa an der Supermono. Auch die wurden auf Betreiben von Kraft umgerüstet. Das letzte Beispiel für Schlamperei war der zerbröselnde Vorderkotflügel der YB 9. Deswegen hat’s schlimme Unfälle gegeben. Aber das juckte die Italiener wenig. Meiner Meinung nach hätte Herr Kraft ob solcher Ignoranz den Bettel schon viel früher hinwerfen sollen. Da kann man dem neuen Importeur nur viel Geduld und Leidensbereitschaft wünschen.

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