Bitumen-Gesudel am Sudelfeld (Archivversion)

Bitumen-Gesudel am Sudelfeld

Das Thema Streckensperrung ist immer ein heißes Eisen. Man kann es sich leicht machen und alle Fahrverbote verdammen. Freie Fahrt für freie Biker, Applaus ist einem sicher. Wenn man sich aber an eine von Sperrung bedrohte Strecke stellt und beobachtet, was dort passiert, empfindet man manches anders. Es ist eben ein riesiger Unterschied, ob man die Route genussvoll abfährt oder ob man einen ganzen Tag Motorradfahrern zuschaut und zuhört.Kein Mensch wird sich freiwillig zwölf Stunden Verkehrslärm aussetzen. Menschen, die in beliebten Gebieten wohnen, haben keine andere Wahl. Dabei sind es nicht die touristisch Dahingleitenden, auch nicht die sportlich Schwenkenden, die nerven. Nein, es sind die Dumpfbacken, die mit Krachrohr, Knieschleifern und Höchstdrehzahl öffentliche Straßen mit Rennstrecken verwechseln. Genau die, die zum Beispiel am Sudelfeld ihr Bike auf dem Anhänger mitbringen, um dann rennmäßig den ganzen Tag dort zu verbringen, provozieren solche Streckensperrungen. Wäre die Polizei vor Ort, könnten diese schwarzen Schafe leicht gegriffen werden. Ein paar Wochen verstärkte Kontrollen, ein paar deftige Strafen, das spräche sich schnell herum. Was aber jetzt am Sudelfeld passierte, ist so idiotisch wie das Verhalten dieser »Rennfahrer«: Die ganze Strecke wurde mit lebensgefährlichen Bitumenstreifen versehen. Liebe Leute, man kann doch nicht alle Biker gefährden, nur weil ein paar zu blöde sind, sich einigermaßen sozialverträglich zu verhalten! Wer dies verbrochen hat, handelt unverantwortlich und riskiert das Leben von Menschen. Wie gefährlich Bitumen sein kann, wissen alle, die schon mal bei Nässe auf solches Flickwerk geraten sind. Die Situation am Sudelfeld muss entspannt werden. Ich appelliere an alle Motorradfahrer, die dort fahren wollen, sich ordentlich zu benehmen. Wer sich unbedingt austoben will, soll dies bei einem der unzähligen Renntrainings auf abgesperrten Rennstrecken tun. Dazu gibt es diese nämlich. Und ich appelliere an das zuständige Straßenbauamt, die Bitumensudelei wieder zu entfernen. MOTORRAD bleibt dran.
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