Bitumen ist Gefahrgut während des Transports (Archivversion)

Bitumen

Bitumen gilt als Gefahrgut - allerdings nur beim Transport

Seit 1. Januar 1997 gilt Bitumen als Gefahrgut. Allerdings nicht in seiner Form als provisorischer Straßenbelag, der schon vielen Motorradfahrer zum Verhängnis wurde, sondern nur während des Transports. Bitumen gilt als »erwärmter Stoff«, bei dem gefahrengutrechtliche Vorschriften beobachtet werden müssen. Nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn das Zeug auf die Straße flösse. Dann haftet der Fuhrunternehmer, wenn’s ordentlich aufgetragen wird: niemand.Dazu paßt ein Urteil des Landgerichts Aachen. Das verurteilte eine Gemeinde zu Schadenersatz, weil der herunterfallende Ast eines morschen Baums ein Kfz beschädigt hatte (AZ 4 0 453/94). Begründung: Reine Sichtkontrollen reichen nicht aus, Sachverständige müssen prüfen. Stellt sich die Frage: Warum soll dieses Haftungsprinzip nur für Bäume gelten und nicht auch für die Straßen selbst?
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