Bol d’Or (Archivversion)

Kevin war da

Blicken wir nur auf die Rangliste des Bol d’Or 2004, des
24-Stunden-Rennens in Magny-Cours, findet sich nichts
Unerwartetes. Klarer Doppelsieg des hochfavorisierten Suzuki-Werksteams. Dahinter auf Rang drei die nicht weniger professionelle Kawasaki-Werkstruppe. Doch der große Regisseur war diesmal der Wettergott, und der schickte am frühen Abend sintflutartige Regenfälle. Ein Sturz-Chaos begann, von dem aber fast alle Favoriten ungefähr gleichmäßig betroffen waren.
Einzige Ausnahme war das Weltmeister-Team GMT94-Yamaha. Die Crew musste drei Stürze reparieren, und beim letzten, ausgerechnet dem ihres neuen Helden David Checa, stellte sich heraus, dass der Rahmen der R1 gebrochen war.
Ein weiterer Weltmeister hatte ebenfalls kein Glück. 500er-GP-Legende Kevin Schwantz trat auf Initiative einer französischen Fachzeitschrift zusammen mit zwei Motorrad-Journalisten an, von denen einer besonders nervös mit der Ehre umging, vom großen Meister nach dem Startturn die Maschine auf Rang fünf zu übernehmen. Thierry Traccan stürzte gleich in seiner zweiten Rennrunde und wenig später ein weiteres Mal. Die Regennacht zwang dann auch die Lichtgestalt zweimal zu Boden. Woraufhin das Team die GSX-R 1000 mit der Startnummer 34 in die Ecke stellte. mtr
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote