Checkpoint: Doppelscheinwerfer (Archivversion)

Checkpoint

Bei Motorrädern mit Doppelscheinwerfern leuchtet häufig das Abblendlicht nur auf einer Seite. Viele Besitzer möchten Licht ins Dunkel bringen und beide Scheinwerfer so anschließen, dass sie bei Fern- und Abblendlicht gemeinsam strahlen.

Zulässigkeit: Seit Verabschiedung der EG-Richtlinie 93/92/EWG am 29. Oktober 1993 ist die Inbetriebnahme des zweiten, serienmäßig bereits vorhandenen Scheinwerfers für Abblend- und Fernlicht grundsätzlich möglich. Und zwar sowohl für Bikes, die eine EG-Homologation besitzen (seit 17. Juni 1997 fakultativ; zwingend seit 17.6.1999), als auch für ältere Kräder, die noch den damals gültigen Vorschriften der StVZO entsprechen. Voraussetzungen: Beide Scheinwerfer müssen für Abblend- und Fernlicht geeignet sein und eine entsprechende Prüfnummer aufweisen. Der Abstand zwischen den Scheinwerfern darf, jeweils gemessen vom inneren Rand, nicht größer als 200 Millimeter sein. Problemlos ist der Umbau, wenn beide Scheinwerfer mit der gleichen Glühlampe bestückt sind, eine identische Streuscheibe haben oder ganz simpel mit einem angeklemmten Kabel zum Leuchten gebracht werden können. Ausnahmen: Bikes, wie die Ducati-Modelle 916/996, bei denen ein Scheinwerfer ausschließlich als Fernscheinwerfer konzipiert wurde. Eintragung: Umbauten an der Beleuchtungsanlage sind prinzipiell eintragungspflichtig. Die Kosten für eine solche Abnahme der Umrüstung gemäß §19 (2) StVZO liegen bei rund 50 Mark. Tipp: Prüfer darauf hinweisen, dass die Eintragung entsprechend EG 93/92/EWG gewünscht wird.
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