Chile-Reise: Bericht (Archivversion)

–––––Der lange Weg nach Feuerland

Die Chile-Reisen sorgen seit 1995 permanent für Überraschungen - auch für die Organisatoren.

Dezember 1997: Mit einem Ruck verzurrt ACTION TEAM-Mitarbeiter Alexander Métayer die letzte der zehn KTM 620 LSE auf der Palette. Womit die Chile-Reise endgültig abgeschlossen ist. Während die Enduros auf das Schiff nach Deutschland verladen werden, informiert »Ali« das ACTION TEAM-Büro ein letztes Mal aus der Ferne: »Soweit alles klar.« Dann sprudeln zig Änderungsvorschläge aus ihm heraus. Auch der Fax-Bericht von Reiseleiter Manfred Frühbeis enthält »Vorschläge für die Zukunft«.Alles Kleinigkeiten, stellt man in Stuttgart zufrieden fest. Die organisatorischen Turbulenzen der ersten Jahre sind überstanden. 1995 mußten noch Mietmaschinen aus Santiago 2300 Kilometer südlich zum Startpunkt der Reise transportiert werden. Die Kosten dafür waren schwindelerregend hoch, die Idee, Motorräder aus Deutschland zu verschiffen, damals noch abwegig. Doch andauernde Probleme mit den unterschiedlichsten lokalen Varianten ließen aus der abwegigen Idee die beste Lösung werden. Selbst finanziell, und was die Qualität der Motorräder betrifft, sowieso. Nicht, daß Chile nicht zivilisiert wäre. In den größeren Städten gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Dahinter wird es aber bereits mit Hotelreservierungen zäh. Reisegruppen und Terminverbindlichkeit waren Fremdwörter, die es über Kontinente hinweg zu erklären galt. Die aktuellen Vorschläge von »Ali« und Manfred sind dagegen nur noch Feintuning. Das Chile-Abenteuer beschränkt sich heute auf die Erlebnisse der 3400 Kilometer langen Reise von Patagonien nach Feuerland (siehe Kasten).
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