Der Sachsenring wird fit für den Grand Prix 1998 (Archivversion)

Aufbau Ost

Mindestens bis zum Jahr 2000 wird der deutsche Motorrad-Grand Prix auf dem Sachsenring - 1998 am 19. Juli - stattfinden. Mit dieser Garantie tat sich der Freistaat Sachsen natürlich leichter, die Umbaumaßnahmen an der halbpermanenten Rennstrecke bis zu einem Maximum von 9,8 Millionen Mark abzusichern. Der Umbau konzentriert sich dabei neben einer variablen Boxenanlage auf die Verbesserung der Sicherheit an vier kritischen Stellen. So wird in der schnellen Bergablinkskurve die Strecke um rund 20 Meter nach innen verlegt, um mehr Sturzraum zu gewinnen. Aus gleichem Grund wird die Linkskurve entlang des nördlichen Begrenzungswalls zur Doppellinks mit einer kurzen Verbindungsgeraden. Und die scharfe Links an der Ausfahrt auf die alte Strecke verläuft deutlich sanfter. Schließlich entsteht vor der Einfahrt auf den permanten Teil eine Schikane.Die Arbeiten laufen bereits an. Die Strecke soll am 30. April 1998 vom internationalen Motorradsportverband FIM abgenommen werden. Zumindest die deutschen GP-Fahrer scheinen keine Probleme zu haben mit der sicherlich langsamsten und wenig überholfreundlichen Piste im GP-Kalender. »Wichtig ist, daß hier mindestens 100000 Leute kommen werden«, freut sich Vizeweltmeister Ralf Waldmann, »und außerdem ist auf einer langsamen Strecke der Fahrer um so entscheidender. Das taugt mir.« Jürgen Fuchs, als 500er Fahrer sicherlich Schwerstarbeiter auf dem Sachsenring, sieht das Überholproblem auf eigene Art: »Wenn du schwer überholen kannst, kannst du auch schwer überholt werden.« Und 125er Nachwuchs-Crack Steve Jenkner freut sich, »daß ich zu Hause schlafen kann. Ich wohne ja nur wenige Meter weg von hier.“
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote