Deutschland-GP am Sachsenring: toller Sport, volles Haus (Archivversion)

Deutschland-GP am Sachsenring: toller Sport, volles Haus

Endlich mal wieder eine Motorradsport-Veranstaltung vor vollen Rängen: Der Deutschland-GP auf dem ausverkauften Sachsenring war ein voller Erfolg. Gut 72000 Zuschauer erlebten am Renntag Motorradsport der Spitzenklasse.Wie eine solche Zuschauerkulisse für die Piloten wirkt, bekam ich hautnah zu spüren – bei der Gelegenheit, eines der BMW-Safetybikes vor Beginn der jeweiligen WM-Läufe über den Sachsenring zu scheuchen. Es war fantastisch: Man fährt dreieinhalb Kilometer lang an den Menschenmengen auf der Sachsenring-Berg-und-Tal-Bahn vorbei. Seit Beginn der 90er Jahre habe ich solche Massen von Fans nicht mehr ihren Helden zujubeln sehen. Klasse, wie reibungslos und gut organisiert die Veranstaltung über die Bühne ging. Vorbildlich, wie sportlich fair das Publikum applaudierte. So soll es sein, so gastiert der GP-Zirkus gerne in Deutschland. Zumindest in Sachsen. Hoffen wir, dass es so positiv weitergeht. Zumindest von den Rennstrecken her können wir wieder mit anderen Ländern konkurrieren. Mit dem Lausitzring bekommen wir eine Sportarena der Superlative. MOTORRAD-Tester und Superbike-WM-Pilot Markus Barth konnte die erste Runde auf der brandneuen Strecke fahren, standesgemäß mit einer MV Agusta. Hockenheim soll umgebaut werden. Es tut sich was. Der Grund für so viel Aktivität ist freilich nicht der Motorrad-Rennsport, sondern die Formel eins. Um sie zu locken, wird investiert. Doch unsere Welt kann davon profitieren, den selten war Motorsport so positiv besetzt wie heute. Das weiß auch BMW. Das Formel-eins-Engagement der Münchner läuft blendend. Und bei den Motorrad-Grand-Prix ist der BMW-Boxer-Cup eine vielumjubelte Show, die Safety-Staffel mit den R 1100 S ein großer Image-Gewinn. Nicht auszudenken, was für eine Begeisterung entfacht würde, wenn BMW wieder in den Zweirad-GP-Sport einsteigen würde. Das Rezept wäre einfach: Drei Zylinder vom Formel-eins-Motor nehmen, ein tolles Fahrwerk drumherum bauen, das gäbe bestimmt einen schneller Renner, der dem neuen 500er-GP-Reglement mit Viertaktern entspräche. Aber BMW dementiert heftig eine solche Absicht. Man sei nur zu Werbezwecken dabei. Schade eigentlich.
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