Ducati-Importeur Österreich Ronald März: Interview (Archivversion)

Interview

Ronald März, 46, ehemaliger Ducati-Importeur in Deutschland, verkauft jetzt Ducati in Österreich.

Ende August haben Sie den Ducati-Import für Österreich übernommen. Wie kommt’s? Ich hatte schon lange gute Kontakte zum österreichischen Importeur BLM. Der wurde vor vier Jahren von der Firma Tarbuk übernommen. Tarbuk wollte expandieren und gründete eine ganze Reihe von teuren Filialen. Aber das gab der Markt nicht her, BLM geriet in finanzielle Schwierigkeiten und suchte einen Käufer. Da habe ich zugegriffen – in Absprache mit Ducati Bologna und mit den anderen Herstellern. BLM importiert nämlich außerdem auch Malaguti, Gas Gas und PGO. Sie haben jahrelang Ducati nach Deutschland importiert, sowohl offiziell wie auch inoffiziell. Werden wir demnächst Grau-Importe aus Österreich bekommen? Nein. Es gibt eine klare Vereinbarung zwischen mir und Ducati-Boss Federico Minoli. Das mache ich nicht. Wie steht es mit den Stückzahlen in Österreich? 2002, das war das beste Jahr, hat BLM immerhin 600 Ducati verkauft. Österreich ist ein Ducati-Markt, die Motorradfahrer mögen die Marke. Wenn die Händler vernünftig arbeiten können, ohne die Probleme der Vergangenheit, sind vielleicht noch zehn Prozent mehr drin. Bleibt Ihnen Zeit für Benelli, die Sie in Deutschland vertreten? Klar. Zumal ich nicht so viel in Österreich sein werde, denn der bisherige BLM-Geschäftsführer Didi Brandl arbeitet ganz normal weiter. Wir machen das gemeinsam. Werden Sie durch die Hintertür Österreich bald auch wieder Deutschland-Importeur? Für die Frage bin ich der falsche Adressat. Die Entscheidung, wer wo Importeur ist, trifft Ducati.
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