Eigenbau »Godzilla Bike« als größtes Motorrad der Welt (Archivversion)

Jojo und Godzilla

Der Franzose Jojo Bulle hat das größte wirklich herumrumpelnde Monstrum der irgendwie motorradähnlichen Art fabriziert. Was er übrigens für Kunst hält.

Jojo Bulle - der Name ist Programm. Weil nicht der echte. »Jojo« läuft auf ein spielerisches Auf-und-Nieder raus. Bei seinem Riesenkrad deutlich zu sehen: hoch hinauf steigt das Rad, der Fahrer hängt unten drin. »Bulle« wiederum heißt Blase. Selbige ist nicht nur Urologen, sondern - als Sprech- und Denkblase - im Comic-Wesen wohl bekannt. Wo die Proportionen sich verschieben und mickyrige Maus sich plutonesken Hund hält. Ganz in diesem (Un-)Sinne, daß Bulle, bürgerlich: Joel Tessier, auf seinem Godzilla-Bike um Bordeaux herum rumpelt. 2000 Stunden Arbeit hat der Meister mechanischer Abstrusitäten in das 5,60 Meter lange und 550 Kilogramm schwere Vehikel gesteckt, das, wie Jojo betont, für sich selbst spricht. Zu bescheiden, der Mann. Motor? Vorhanden. Leistung? Genügend. Auf den Gesamteindruck kommt es an. Schließlich ändert sich auch an der Ästhetik eines Bilds von Picasso nicht ein Deut, wenn der Betrachter um die chemische Zusammensetzung der Farben weiß. Dennoch rückt Jojo raus, daß er einen Mirage-Kampfbomber ausgeschlachtet und dessen Außenhaut für Tank und Boot verwendet hat. Letzteres muß sein, sonst fällt das Ding einfach um. Helfen kann dann nur ein Kran. Seine Ausfahrten plant Jojo penibelst. Denn Kehren muß sich sein Monster verwehren. Wenn’s richtig rund gehen soll, darf sein Mini-Dreirad ran, eines der Kleinsten von dieser Welt. Irgendwie spinnt der Typ. Aber das geht in Ordnung. Sowieso.
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