Ergebnisse der Aktion Leser testen selbst, Teil 2 (Archivversion)

Datenverarbeitung

Das größte Testteam aller Zeiten: 38000 Leser schrieben MOTORRAD, was ihre Bikes taugen. Hier die Auswertungen für Enduros, Cruiser, Naked Bikes und Brot-und-Butter-Motorräder.

Für Regine Saller gäbe es allen Grund, ins Schwitzen zu kommen, wenn die alljährliche Aktion »Leser testen selbst« anläuft. Immerhin flattern dann weit über 30000 Coupons ins Haus, ein Datenwust, den die Prokuristin des Büros für Dienstleistungen im niederbayrischen Osterhofen ganz cool in die richtigen Kanäle leitet. »Wir beschäftigen gut acht Wochen lang zehn Mitarbeiter, die die Testdaten in die Computer eingeben, auswerten, Tabellen erstellen, kontrollieren und so weiter«, sagt die Besitzerin einer Yamaha FZR 600, die mit einer Honda VTR 1000 liebäugelt. »Mal gucken, wie die abschneidet.« Kann sie nachlesen im ersten Teil in Heft 18. Hier kommen jetzt lehmige Enduristen, fransenbehängte Cruiser-Lenker, quartermeilige Naked-Bike-Heizer und - Bescheidenheit ist eine Zier - Fahrer von Brot-und-Butter-Motorrädern zu Wort. Gut, auch wenn sich die wenigsten Endurofahrer im Gelände tummeln und etliche Naked Bike-Owner es ohne Burnout von Ampel zu Ampel schaffen, Fachleute sind sie alle: Sie kennen ihr Bike in- und auswendig.Schauen wir uns an, was die Vernunftmenschen, die Sparsamen oder einfach die Neulinge mit ihren Motorrädern erleben. Unter diesen unspektakulären, aber vielfältig einsetzbaren Mopeds finden sich etliche Bestseller. Etwa die Zweizylinder von Honda, Kawasaki und Suzuki, deren Besitzer nicht zuletzt wegen des sehr günstigen Preis-/Leistungs-Verhältnisses zugegriffen haben. Solche zumeist mit 34 PS bewegten Motorräder werden nach Kriterien wie geringem Verbrauch und Betriebskosten, aber auch, weil sie einfach handlich und leicht beherrschbar sind, gekauft. Die Honda CB 500 macht hier mit der höchsten Bewertung von 1,01 das Rennen. An zweiter Stelle liegt die einzylindrige BMW F 650, die wegen ihres recht hohen Preises ein wenig schlechter wegkommt. Am Ende der Gruppe der Normalos findet sich die Suzuki GS 500 E wieder, vor allem, weil sie in den Fahrleistungskriterien hinterherhinkt und keinen dollen Wiederverkaufswert hat. Bei den Cruisern liegt ein Außenseiter in der MOTORRAD-Leseranalyse vorn, die Moto Guzzi California. Zwar rollen davon kaum tausend auf deutschen Straßen, doch die Zufriedenheit und Markenverbundenheit ihrer Fahrer brachte sie auf das Siegertreppchen. Besonders ihre Soziustauglichkeit, Sparsamkeit und der hohe Wiederverkaufswert machen sie neben dem imposanten Aussehen zum Liebling ihere Besitzer. Und die Redaktion hätte ein paar Kästen Budweiser verwettet, daß auch Harley-Fahrer ihren Kultvehikeln eine Lobeshymmne singen. Doch weit gefehlt. Die einzige Harley, die mit 42 Nennungen die statistisch notwendige Menge überschritt, war die XLH 1200 Sport, und die muß sich mit 0,60 Punkten als Letztplazierte zufrieden geben.Bei den Naked Bikes galt immer die Devise: Je vierzylindriger und hubraumstärker, desto besser. Folglich liegt die wunderbar gezeichnete Kawasaki ZRX 1100 in der Gunst ihrer Besitzer vorn, während ihr direkten Konkurrenten Suzuki GSF 1200 Bandit und Yamaha XJR 1200 nicht mithalten können.Zum guten Schluß der bunte Haufen der Enduros, wo sich von Hardcore-Maschinen wie der KTM LC 4 bis hin zur dreizylindrigen Triumph Tiger alles versammelt, was schon mal Staub geschluckt hat. Wobei die BMW-Fans ihrer Marke mal wieder die Ehre erwiesen. Der Boxer R 1100 GS, eher Wandervogel als Erdferkel, schlägt alle Rekorde: 1,08 Punkte und damit Bester im zweiten und letzten Teil der Großtestaktion. Alle Daten finden Sie übrigens im Internet unter http://www/motorradonline.de.
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