Erzbergfahrt in Österreich (Archivversion)

Bikes Peak

Die Enduroszene hat ein neues Highlight: die Erzbergfahrt in der österreichischen Steiermark - spektakulär, hart, gnadenlos.

Damals, als es noch keine Städte oder Länder gab und selbst die Flüsse und Berge noch innnerhalb ihrer Garantiezeit lagen, saß der liebe Gott mit dem Rücken lässig an den Watzmann gelehnt und schnitzte Menschen. Diejenigen, die ihm gut gelangen, setzte er sanft vor sich nieder und ließ sie nach Norden oder Westen ihres Weges gehen. Die Mißlungenen aber warf er achtlos hinter sich. Doch siehe da, auch sie gingen ihres Weges - und gründeten das Volk der Österreicher. Jetzt aber genug. Denn etwas haben uns die Alpenrepublikaner seitdem voraus: die Berge. Für die Enduro-Cracks etwas konkreter: den Erzberg in der Steiermark. In der Tat könnte die Initiative der ansässigen Erzabbau-Gesellschaft und der österreichischen Motorradzeitschrift Reitwagen bereits nach der Premiere 1995 nicht nur in Österreich Neider finden. Schon der Prolog würde hierzulande jedem Hauptprogramm alle Ehre machen: ein Bergrennen über insgesamt sechs Kilometer durch die breiten, festgewalzten Schotterserpentinen, im Stil der legendären Driftorgie auf den amerikanischen Pikes Peak.Dann die eigentliche Erzbergfahrt. Ein Enduro vom Allerfeinsten - für diejenigen, denen 30 wüste Kilometer über scharfkantige Felsbrocken, fast senkrechte Steilauffahrten und genauso steile Abhänge noch Spaß bereiten, war es nach 40 Minuten zu Ende. Eben aber nur für die Hartgesottenen. Wie beispielsweise Sieger Alfie Cox, immerhin schon sechsmal Gewinner der Rallye Roof of Africa, oder den deutschen Enduro-WM-Piloten Karl-Heinz Holz, der mit seiner Husaberg im 200 Fahrer starken Feld auf Rang zwei landete. Die anderen sehen das Ziel erst nach ein, zwei oder drei Stunden - oder überhaupt nicht. Macht nichts. Der Weg ist nicht nur das Ziel, sondern die Erfüllung jeden Off Road-Traums. Vom 15. bis 18. August 1996 soll die nächste Erzbergfahrt steigen. Drei Tage Party, Enduro, Hillclimbing und weiß der Teufel was. Näheres bei ihm oder beim Reitwagen-Club, Neustiftgasse 38, A-1070 Wien, Telefon 00 43/1/5 22 08 33, Fax 00 43/1/5 22 08 34
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