faxbilanz (Archivversion)

aus Heft 23/97

Wie sollte der 125er Führerschein in Deutschland aussehen? Restriktiver als bislang, verlangt die Mehrheit der Einsender.

Von den über 70 Einsendern wollten nur zwei Leser die bisherige Regelung beibehalten. Demnach darf jeder Autofahrer, der vor dem 1. April 1980 den Dreier bestand, ein Leichtkraftrad lenken. Die absolute Mehrheit, nämlich 61 Schreiber, urteilten knallhart: Autofahrer hätten keine Ahnung von der Fahrphysik eines Einspurfahrzeugs und seien deshalb auf Krädern ohne jede Einführung oder Vorbereitung »total überfordert«. Und daran ändere weder die Dauer des Führerscheinbesitzes noch »eine weitere Million Autokilometer« irgend etwas. Aus solchen oder ähnlichen Gründen sprachen sich allein 48 Leser für Fahrstunden vorm Beginn der Kradkarriere aus. Manche plädierten für fünf, andere gar für zehn Stunden Unterricht. Sieben Einsender forderten, daß alle, die eine 125er fahren wollen, eine waschechte Prüfung ablegen. Sechs Zuschriften kreisten um Kombinationsmöglichkeiten. Beispielsweise soll jeder, der den Führerschein länger als fünf Jahre besitzt und fünf Fahrstunden absolviert, eine 125er bewegen dürfen. Nur acht Biker plädierten für die liberalste Lösung: Daß jeder Autofahrer ohne weitere Ausbildung auf Leichtkrafträdern rumdüsen darf.
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