Frauen in der Superbike-WM (Archivversion)

Weibsbilder

Weibsbilder sind hienieden mannigfaltig und verschieden - auch in der vermeintlichen Macho-Welt Superbike-WM.

Superbike-Weltmeisterschaft, die Rennserie der schweren, donnernden Viertakt-Big Bikes - auf den ersten Blick die Macho-Welt schlechthin. Frauen haben in dieser Szene, so scheint es, ihre klaren Rollen als schmückendes Beiwerk oder Helm putzende Lebensgefährtinnen der Akteure. Aber gerade hier finden sich zahlreiche weibliche Wesen in wichtigen Tätigkeiten. Und auch die Partnerinnen der Fahrer haben längst ernsthafte Funktionen in der vielfältigen Berufswelt ihrer Helden übernommen.Einige Frauen der Rennfahrer haben inzwischen gar ihre eigene Fangemeinde. Absoluter Star ist Michaela Fogarty. Die knapp 30jährige, blonde Engländerin und Mutter zweier äußerst lebhafter Töchter schafft es, ihre Auftritte überaus telegen zu inszenieren. Kaum ein Kameramann kann widerstehen, wenn Michaela in der Ducati Performance-Box die Superpole-Qualifikationsrunden ihres weltmeisterlichen Carl ausdrucksstark am Monitor begleitet. Eine ebenso perfekte Show zeigt sie bei der Startaufstellung, zum Beispiel beim hochsommerlichen Heimspiel in Brands Hatch in zum Minikleid umfunktionierten Union Jack.Etwas zurückhaltender, aber nicht weniger wesentlich für den Erfolg ihrer Liebsten sind Aaron Slights Frau Megan, Sam, die britische Freundin von Ex-Weltmeister Troy Corser, und der texanische Wirbelwind Elyssia, die Verlobte von Honda-Werksfahrer Colin Edwards. »Du fühlst dich viel ausgeglichener und besser, wenn die Frauen dabei sind«, sind sich zum Beispiel die Herren Corser und Slight einig.Ganz unabhänig davon steigt auch die Zahl der Frauen im Superbike-Fahrerlager in professionellen Positionen. Wie etwa Cristina di Pillo. Offiziell ist die Mittdreißigerin aus Italien Sekretärin der für die Superbike-WM verantwortlichen Promotionagentur SBK. Tatsächlich aber führt die resolute wie charmante Cristina mal herzlich, mal rauh das Regiment über sämtliche Tickets und die Ordnung im Fahrerlager.Ihre Vorgängerin Patricia Dethor aus Belgien hat heute andere Aufgaben. Zusammen mit ihren Mann Francis Batta führt die vielsprachige gelernte Gastronomin das erfolgreiche Corona-Alstare-Team. Besonderes Augenmerk legt sie dabei neben der allzeit perfekten Präsentation ihrer Crew auf das von herzlicher Gastfreundschaft wie exzellenter Küche geprägte Hospitality-Zelt ihrer belgisch/italienischen Equipe und entwickelte sich so über die Jahre zur mütterlichen Freundin nahezu der gesamten Superbike-Szene.In ähnlicher Funktion arbeitet die Bayerin Dorothea Etschmann als Angestellte im Kawasaki-Werksteam von Teamchef Harald Eckl: jegliche Organisationsaufgaben rund ums Team, das heißt Reisen, Catering, Büro oder Pressekontakte fallen in ihr Ressort.Etwas exotischer sind die Arbeitsgebiete von Sue, der TV-Interviewerin des britischen Senders Sky sowie von Maria Muzio. Die Psychologin, früher Weltklasse-Schwimmerin, arbeitet mit verschiedenen Fahrern in Sachen mentaler Vorbereitung zusammen.
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