Geislinger Resiebüro in Konkurs (Archivversion)

Konkurs

Die Staatsanwaltschaft in Hechingen auf der Schwäbischen Alb ermittelt derzeit wie bereits berichtet in mindestens acht Fällen gegen den Geschäftsführer des Geislinger Reisebüros Werner Kiefer wegen des Verdachts auf Betrug beziehungsweise Untreue. Weitere 100 Geschäftsverbindungen werden geprüft. Der Reisespezialist für Motorradtouren in den USA hatte Anfang Juni beim Amtsgericht Balingen ein Vergleichsverfahren beantragt. Dies wurde nun am 27. Juli vom Gericht mangels finanzieller Masse abgelehnt. Einige Dutzend Kunden hatten Anzahlungen in Höhe von bis zu 15 000 Mark für eine Honda Gold Wing geleistet, die sie in den USA für eine Reise übernehmen sollten. Um die Überführung nach Deutschland, TÜV-Abnahme und Zulassung wollte sich das Geislinger Reisebüro kümmern. Die Kunden hätten die Gold Wing dann in Deutschland nach Zahlung eines Restbetrags übernommen, oder die Anzahlung wäre zurücküberwiesen worden, falls der Kunde das Motorrad nicht haben wollte. Laut Kiefer sei er nun in Zahlungsschwierigkeiten geraten, nachdem nur wenige die Gold Wing behalten wollten und er den Kaufpreis in den USA zum Teil hätte finanzieren müssen. Am 2. September findet laut Anordnung des Balinger Gerichts eine Gläubigerversammlung statt, in der der Konkursverwalter berichtet.
Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote