Gobert gefeuert (Archivversion)

Gobert gefeuert

Lucky Strike-Suzuki-Star Anthony Gobert wurde am Freitag, 5. September, wegen Drogenkonsum fristlos gefeuert. Der australische 500er Pilot, wegen seines ausschweifenden Lebensstils ohnehin als Enfant terrible des Grand Prix-Fahrerlagers verschrieen, war nach dem Rio-Grand Prix nach Hause geflogen und hatte dort mit Freunden ein paar Joints geraucht - ein klarer Verstoß gegen seinen Vertrag, der ihm die Einnahme verbotener Substanzen ausdrücklich untersagte. Ein Drogentest, der am darauffolgenden GP-Wochenende in Donington von einem Arzt in Beisein eines Zeugen durchgeführt wurde, fiel positiv aus und führte nach Bekanntgabe des Resultats zur sofortigen Entlassung. Gobert, der nach Rennsonntagen schon öfters sturzbetrunken durchs Fahrerlager torkelte, hatte mit seiner Verfehlung klare Warnungen in den Wind geschlagen. »Ich informierte Anthony beim Rio-GP, daß beim nächsten Rennen in England ein Test anstehen würde. Für mich ist es unfaßbar, daß er seine Karriere derart leichtfertig wegwirft«, meinte Teammanager Garry Taylor. Außerdem droht Verdruß vom Weltverband FIM, der in Brünn abermals einen Drogentest mit bisher unveröffentlichtem Resultat durchführen ließ. Für den Barcelona-Grand Prix hat das Suzuki-Team keinen Ersatz. Die beiden letzten Rennen in Indonesien und Australien wird wohl Peter Goddard bestreiten, der Gobert schon zu Saisonbeginn vertreten hatte.
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