Grand Prix Spanien in Jerez (Archivversion)

Kazuto Sakata und Tomomi Manako feierten den zweiten Doppelsieg - und machten das Team UGT 3000 zum WM-Favoriten.

Kazuto Sakata war im Training nur Sechster und verwünschte seine Aprilia wegen Fahrwerkratterns, Tomomi Manako qualifizierte sich gar nur als Neunter und plagte sich mit einem schlechtlaufenden Motor.Bei Umbaumaßnahmen in letzter Minute beweisen die Techniker von UGT 3000 freilich eine glückliche Hand. Sakatas Maschine lag im Rennen wie ein Brett, worauf er sich unaufhaltsam zu seinem zweiten Saisonsieg aus dem Staub machte.Auch Manako pflügte aus der dritten Reihe mit Nachdruck durchs Feld, fuhr bei seiner Aufholjagd neuen Rundenrekord und hielt auch den am Ende fünftplazierten Malaysia-Sieger Nobby Ueda gekonnt unter Kontrolle. »Ueda ist an Manakos Tempo zerbrochen«, rieb sich Manako-Teamchef Mario Rubatto die Hände. Damit war nach dem grandiosen Saisonauftakt in Japan der zweite Doppelsieg für das Team UGT 3000 perfekt - mit einem respektablen Vorsprung auch in der WM-Tabelle.Aufatmen herrschte auch beim bisher vom Pech verfolgten Team Yamaha Aral Kurz. Doktor Youichi Ui hatte sich den in Malaysia angelegten Gips um den linken Fußknöchel höchstselbst weggesäbelt und verblüffte mit dem dritten Trainingsrang. Im langen, kräftezehrenden Rennen steuerte Ui den kleinen Silberpfeil unter Schmerzen auf Rang sieben.Deutschlands 125-cm³-Hoffnung Steve Jenkner kam beim Losfahren zusammen mit Masaki Tokudome als Letzter weg und erreichte bei seiner Aufholjagd mit Müh und Not Platz 16. Teamchef Harald Eckl war wenig begeistert. »Steve muß mehr üben als nur seine Starts. Er hat Top-Material zur Verfügung - und macht eindeutig zu wenig daraus!“
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