Grand Prix Spanien in Jerez (Archivversion)

Aprilia trumpfte mit einem überlegenen Doppelsieg auf - nur Pechvogel Jürgen Fuchs feierte wieder nicht mit.

Tetsuya Harada kam in Führung aus der ersten Runde zurück, legte dann einen Boxenstopp ein und trieb als überrundetes Phantom sein Unwesen, bevor er zum zweiten Mal gestoppt wurde. Diesmal von der schwarzen Flagge - die Mechaniker hatten die überfluteten Vergaser seiner Aprilia zum Wohle der Boxengasse, aber dennoch widerrechtlich im Dunkel der Box repariert.Ebenso niederschmetternd verlief der Europa-Auftakt für Jürgen Fuchs. In der Aufwärmrunde streikte seine Kurbelwelle, die mit 800 Kilometern erst zwei Drittel ihrer Laufleistung erreicht hatte. Wie in Japan stieg der Docshop-Star auf die Ersatzmaschine um, rollte drei Runden vor Schluß an neunter Stelle aber schon wieder aus. Diesmal ohne Zündfunken - die übereifrige Benzinpumpe hatte die Bordbatterie leergesaugt.Loris Capirossi, wegen seiner Pechsträhne bereits zum Außenseiter abgestempelt, stürmte hingegen fehlerfrei und unaufhaltsam nach vorn und tankte mit dem langersehnten ersten Sieg auf Aprilia neues Selbstvertrauen. Verfolger Valentino Rossi freute sich ebenfalls über den ersten Podestplatz seiner 250er Karriere, haderte aber mit Harada, der ihm bei seiner Geisterfahrt den Weg versperrt hatte. Honda-Star Olivier Jacque landete nur deshalb auf dem Podest, weil der motorisch überlegene Aprilia-Testfahrer Marcellino Lucchi mit den falschen Reifen auf den fünften Platz abrutschte - und weil er Tohru Ukawa in der letzten Runde gekonnt ausbremste. Angesichts des PS-Mangels seiner Honda ist Jacques Bilanz beachtlich: Er bleibt WM-Zweiter - und ist vom neuen WM-Leader Capirossi nur um zwei Punkte getrennt.
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