Herz, Dieter: Interview (Archivversion)

Interview

Dieter Herz, als Chef des Badischen Motorsportclubs Mit-Organisator des Superbike-WM-Laufs in Hockenheim, zu den Klagen der Fans

? Anfang Juni ging die Superbike-WM in Hockenheim über die Bühne. Vom Publikum gab’s deftige Kritik. Zum Beispiel über den schleppenden Versand beim Kartenvorverkauf und die mit 15 Mark sehr teuren Rennprogramme.Zugegeben, der Versand der Tickets lief schleppend, weil wir parallel zur Superbike-WM noch die Vorbereitungen zur eine Woche früher stattfindenden DTM-Veranstaltung abwickeln mussten. Wir waren einfach ausgelastet. Zum Programm: Das wird von Promoter Flammini erstellt und verkauft. Darauf haben wir keinen Einfluss.? Aber auf die desolaten sanitären Anlagen am Ring, die seit Jahren nicht verbessert werden. Für 95 Mark Eintritt – ohne Fahrerlagerkarte wohlgemerkt – und 30 Mark Campinggebühr pro Tag darf ein Zuschauer vernünftige Duschen und ein benutzbares stilles Örtchen erwarten, oder?Die Leute haben Recht. Dieses Thema liegt im Argen und wird beim anstehenden Umbau des Rings angegangen. Da stehen wir in der Pflicht. Aber: Auch die Benutzer sind schuld. Selbst Nobel-Klos werden zu Kloaken, wenn sie von Schweinen benutzt werden.? Die langen Pausen gehen den Leuten ebenfalls auf den Nerv. Vier Stunden Leerlauf bei acht Stunden Rennprogramm grenzen doch an Nepp.Der Zeitplan wird von Flammini vorgegeben. Dabei müssen seiner Meinung nach Puffer für Rennabbrüche oder zusätzliche Trainings bei Wetterwechseln vorgesehen sein. Auch um die vom TV vorgegebenen Startzeiten einzuhalten. Wir sind da anderer Meinung, stoßen aber auf taube Ohren.? Das nützt aber Ihnen als Veranstalter trotzdem nicht viel, wenn deshalb die Ränge leer bleiben. Wie viele Zuschauer waren’s denn wirklich?Nur so viel: Wir haben dicke rote Zahlen geschrieben.
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