Honda Monkey- Umbauten (Archivversion)

Affengeil

Als Honda 1967 die Z 50 M auf den Markt brachte, war der kleinste Serien-Viertakter jener Zeit geboren, aber Kultstatus erreichte der affige Zwerg erst viel später. Die ersten Monkeys waren Spielzeuge für Kurzstrecken oder robuste Lastenesel, die sich mit einigen Handgriffen zusammenklappen ließen. Knapp 30 Jahre später rasen in Japan High-Tech-Monkeys vom Feinsten um Rennkurse. Auch hierzulande findet die Affenbande immer mehr Anhänger. Weil Ersatzteile rar und teuer sind, alte Monkeys aber scharf aussehen sollen, mischen versierte Bastler mit, die ihre ganze Kohle in die Zwerge stecken. Der 29jährige Armin Götz zum Beispiel hat seine Z 50 JZ mit Scheibenbremsen ausgerüstet, den Rahmen versteift und eine gekürzte Puch Pioneer-Gabel eingebaut. Der getunte und auf 84 cm³ aufgebohrte Motor leistet mindestens acht PS und rennt - mit Fünfganggetriebe versehen - etwa 120 km/h - Rückenwind vorausgesetzt. Für richtig edle Monkeys legen Sammler bis zu 15 000 Mark an - ursprünglich kosteten die Teile so um die 1000 Mark. Vom Crosser über den Chopper bis zum Super Bike-ähnlichen Gefährt: Die Äffchen zeigen sich flexibel für Umbauten. Inzwischen werden sogar neue Monkeys wieder grau importiert. Wer mehr wissen will, wende sich an den Monkey- und Dax-Club Deutschland, Jürgen Henss, Rheinstraße 10, 67227 Frankenthal/Pfalz.
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