Hondas Ralley-Zweitakter geht in Serie––––– (Archivversion)

Wüstensohn–––––

Bei der Ralley Granada-Dakar 1995 gab der sparsame und umweltfreundliche Honda-Zweitakter in der EXP-2 sein Debüt (vorgestellt in MOTORRAD 6/1995). Jetzt kommt der Motor in einer Serien-Enduro auf den asiatischen Markt. Dazu wurde sein Hubraum von 400 auf 250 cm³ eingedampft und die zwei Einspritzdüsen durch einen Vergaser ersetzt. Der Trick an der Sache: Im Teillastbetrieb wird der Auslaßkanal von einer Klappe fast vollkommen verschlossen und zugleich die obere Auslaßkante weit nach unten verschoben. Dadurch bleibt zum einen ein erheblicher Anteil der heißen Restgase nach der Verbrennung im Zylinder, zum anderen steigt die Verdichtung. Beides gemeinsam bewirkt eine Selbstentzündung des Gemischs wie bei einem Dieselmotor. Mit dem Effekt, daß die Verbrennung bei Teillast vollständiger abläuft und laut Honda der Verbrauch gegenüber einem herkömmlichen Zweitakter um 27 und die Kohlenwasserstoff-(HC-)Emissionen um 50 Prozent abnehmen.
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