Interview Zuo Zongshen (Archivversion)

Interview

? Ihr Betrieb wächst in atemberaubenden Tempo. Welche Perspektiven bietet der Markt in China?Die meisten Leute können sich ein Auto nicht leisten, und die öffentlichen Transportsysteme sind unpraktisch. Derzeit haben wir 70 Millionen Motorräder, für die Zukunft rechne ich mit bis zu 900 Millionen. Dabei geht es auch um Qualität, geringeren Verbrauch und weniger Umweltbelastung. Außerdem wollen die Leute neue Modelle.? Warum bauen Sie eine 750er?Auch in China gibt es eine wachsende Zahl von Enthusiasten, die Motorräder als Sport und Hobby sehen. Wegen der immens hohen Einfuhrzölle für Big Bikes ist unser Markt bisher auf Motorräder mit weniger als 250 cm3 beschränkt. Deshalb brauchen wir eine eigene 750er. 500000 Leute würden sofort einen Bestellschein ausfüllen.? Ihre Produkte sind fast weltweit vertreten. Wann greifen Sie in Europa an?Ich glaube nicht, dass wir uns dort aus eigener Kraft behaupten können. Deshalb streben wir eine Kooperation mit einem großen Partner wie BMW an. Es gibt bereits konkrete Verhandlungen über vier Modelle, die wir in China produzieren könnten. Gleichzeitig würden wir das in Europa bestehende Händlernetz nutzen. Für die kleinen Hubraumklassen führen wir entsprechende Verhandlungen mit der Piaggio-Gruppe.? Bislang basiert Ihre Produktion auf Raubkopien. Können Sie sich das auf Dauer leisten?Unser Plan für 2001 ist, keine Motorräder mehr zu kopieren oder zumindest das Copyright-Problem zu lösen. Auch die Japaner begannen mit Kopien, brauchten aber eine lange Zeit, um diese Phase zu überwinden. Wir wollen diesen Sprung viel früher schaffen!
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